1.000 Meilen von Sebring 2019: Toyota feiert Doppelsieg

1.000 Meilen von Sebring 2019: Toyota feiert Doppelsieg

Start-Ziel-Sieg und außerdem ein Doppelsieg: So meldet sich Toyota aus der WEC-Winterpause zurück. Bei den 1.000 Meilen von Sebring 2019 ließen die Japaner wie erwartet nichts anbrennen und bauten ihre WM-Führung aus.

Die WEC erinnert derzeit an die Formel 1 Anfang der Hybridära: Was in der Königsklasse Mercedes war, ist derzeit Toyota in der LMP1. Der Sieger steht in der Regel also schon vor dem Rennen fest. Wobei das weniger an einer technischen Überlegenheit von Toyota liegt, sondern schlicht an mangelnder Konkurrenz. Audi ist weg, Porsche mittlerweile ebenfalls. Entsprechend machten die Japaner nach der Winterpause in Florida so weiter, wie sie bei den 6 Stunden von Schanghai aufhörten. Korrekt, mit einem Sieg. Immerhin: Statt dem Trio Conway, Kobayashi und Lopez gewann Toyota die 1.000 Meilen von Sebring 2019 mit Alonso, Buemi und Nakajima. Der Renner #8 hält damit seine Führung in der WM hält und baut diese sogar aus.

1.000 Meilen von Sebring 2019: Toyota hat WEC im Griff

Egal: Toyota ging als klarer Favorit in das erste 1.000-Meilen-Rennen von Sebring. Dieser Rolle wurden die Japaner bei strahlender Sonne und 28 Grad Celsius natürlich gerecht. Der Wettergott hingegen nicht: zwei Stunden nach Start setzte Regen ein. Prompt gab es Unfälle und eine Safety Car-Phase, bei welcher das Feld wieder schön zusammenrückte. Toyota ließ sich dennoch nicht in die Suppe spucken: Nach der grünen Flagge blieben die zwei TS050 in Front. Auf Platz eins der Renner #8, auf zwei die #7. Dazwischen: selten mehr als zehn Sekunden.

Die Entscheidung fiel nach gut 4,5 Stunden. Lopez im Toyota #7 „übersah“ im Dunkeln den TF-Aston-Martin (GTE-Am) von Adam. Es rumste, Lopez musste an die Box – und die Toyota-Mannen das komplette Heck wechseln. Auf der Strecke zurück hatte der TS050 #7 nun zwei Runden Rückstand. Eine davon konnte das Trio Conway, Kobayashi und Lopez wieder aufholen. Erst legte Kobayashi im Toyota #8 einen Dreher hin. Dann öffnete der Himmel über Florida kurz vor Rennende erneut seine Schleusen. Und zwar richtig. Erst wechselte das Feld auf Intermediates, später sogar auf Full Wets. Schließlich musste die Rennleitung Gelb ausgeben. So ging das Rennen nach acht Stunden zu Ende: Der Toyota TS050 #8 gewann eine Runde vor dem Schwesternauto #7.

1.000 Meilen schaffte die WEC nicht ganz…

1.000 Meilen legten die WEC-Boliden übrigens nicht zurück. Statt der nötigen 268 Runden spulten die Renner auf dem Sebring International Raceway nur 253 Runden und damit 946 Meilen ab. So oder so: Für Toyota lohnte sich die Anreise allemal. Ebenso wie für Sébastien Buemi. Der Schweizer gilt mit nun 13 Siegen als erfolgreichster WEC-Fahrer und entthront damit Timo Bernhard und Brendon Hartley (jeweils 12 Siege). Glückwunsch an den Schweizer.

Der Gewinn des Titels 2018/2019 rückt mit dem Sieg ebenfalls näher. Das Sieger-Trio Alonso, Buemi und Nakajima ist den Markenkollegen Conway, Kobayashi sowie Lopez nun um 15 Punkte voraus. Fix ist der Titel aber noch nicht. Am 4. Mai stehen die 6 Stunden von Spa an, am 15. und 16. Juni schließlich die 24 Stunden von Le Mans. Bei den Teams (LMP1) führt Toyota hingegen mit 53 Punkten. Beim nächsten Rennen könnten die Japaner den Sack schon zumachen.

Für Alonso wäre es – gesetzt den Fall, dass der Bolide #8 vorn bleibt – endlich mal wieder ein WM-Titel. Wobei dieser schon kurios wäre. Die Formel 1 verließ der Spanier, weil ihm nur drei siegfähige Teams zu langweilig waren. In der WEC scheint das den Asturier weniger zu stören…

Die Sieger in der LMP2, GTE-Pro und GTE-Am

Das Podium in der LMP1 machte SMP komplett, womit die Russen Rebellion schlagen konnten. Allerdings lag das SMP-Trio Michail Aljoschin, Witali Petrow und Brendon Hartley satte zehn Runden zurück. Außerdem hatte SMP vor allem Glück. Der bis dahin drittplatzierte Rebellion #3 (Nathanael Berthon, Thomas Laurent und Gustavo Menezes) musste eine Stunde vor Schluss zur Reparatur an die Box. So erbte SMP den dritten Platz.

Die LMP2 gewann – als Gesamtvierter – Jackie Chan DC Racing mit seinem Trio David Heinemeier Hansson, Jordan King sowie Will Stevens. Platz zwei und drei gingen an den Signatech Alpine mit Lapierre, Negrao und Thiriet bzw. den Dragon Speed Oreca mit Gonzales, Maldonado und Davidson. In der GTE-Pro und GTE-Am gewann jeweils Porsche mit Lietz und Bruni (911 RSR #91) sowie Ried, Andlauer und Campbell (Demspey-Proton #77).

Bild: Toyota – Video: WEC / YouTube

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