Rom E-Prix 2019: Evans holt ersten Formel E-Sieg für Jaguar

Rom E-Prix 2019

Siebtes Rennen, siebter Sieger, siebtes Team: So kurz und knapp ist der Rom E-Prix 2019 zusammengefasst. Doch halt: Auch Vandoorne und das deutsche Team HWA feiern in Italien ihr erstes Podium.

Die Raubkatzen schlagen zu: Mitch Evans gewann das Rennen in Italiens Hauptstadt Rom. Andere Lotterer landete auf Platz zwei. Ebenfalls Premiere auf dem Podium feierten Stoffel Vandoorne und das deutsche HWA-Team. Doch von vorn.

Schon im Qualifying trumpfte das britische Team auf. Zwar stellte Andre Lotterer (erstmals) seinen goldenen Techeetah auf Pole Position. Platz zwei holte sich jedoch Mitch Evans im Jaguar. Dahinter: Jose Maria Lopez, Stoffel Vandoorne, Maximilian Günther. Ins Rennen gingen die mittlerweile 22 Rennstromer noch recht gesittet. Evans wagte prompt eine Attacke, doch Lotter blieb in Front. Dafür kassierte Vandoorne mit einem Bombenstart Lopez und war damit Dritter. Dann machte es das erste Mal Rums: Günther schlitterte in die Mauer und ließ seine Nase auf der Strecke. Der nächste Unfall geschah wenig später in Kurve 11: Lopez schob Bird an, worauf dieser ebenfalls in die Mauer krachte. Der Brite war damit – schon wieder – früh aus dem Rennen.

Rom E-Prix 2019: Wieder Aus für Bird…

Lopez kassierte für den Rempler eine Durchfahrtsstrafe, die Bird allerdings herzlich wenig nützte. Quasi parallel rutschte Sims in die Mauer und demolierte sich dabei die Front seines BMW. Doch der Rom E-Prix 2019 sollte noch turbulenter werden und wieder war Lopez der Auslöser. Der Argentinier in Dragon-Diensten knallte in der Schikane in die Mauer. Paffett wusste nicht wohin und rutschte in Lopez. Vergne erging es ähnlich und rauschte in Paffett. Niemand kam mehr weiter. Stau. Rennabbruch. Die Boliden reihten sich in der Boxengasse auf. Und warteten. Gute 50 Minuten.

Dann ging es endlich weiter. Die Uhr zeigte noch 42:10 Minuten Rennzeit. Dummerweise hatte rund die Hälfte des Feldes eine Runde mehr abgespult, somit weniger Saft in den Akkus. Also schickte die Rennleitung zuerst die Hintermänner auf die Strecke. Danach ging das komplette Feld hinter dem Safety Car raus, um 17 Uhr gab es einen dann einen fliegenden Neustart. Prompt nutzen die ersten Fahrer den Attack-Mode, brachte aber keinem was. Auch die Venturi lagen im Clinch. Doch kurz darauf rollte Mortara mit einem Defekt aus. Massa erbte dessen Platz, blieb kurz darauf aber ebenfalls stehen. Damit waren beide Venturi raus. Wegen dem gestrandeten Massa-Renner gab die Rennleitung jedenfalls eine Full Course Yellow aus.

Strafe für Vergne wegen Überholen unter Gelb

Vergne bekam diese scheinbar nicht mit und überholte unter Gelb da Costa. Die Quittung gab es kurz vor Rennende mit einer Durchfahrtsstrafe. Abt rutsche derweil in den Notausgang, musste rückwärts zurück und büßte Positionen ein. Die letzten 20 Minuten entwickelten sich dann zum Duell. Lotter gegen Evans. Techeetah gegen Jaguar. In Kurve 11 wagte der Neuseeländer dann eine brutale Attacke – und kam am Deutschen vorbei. Fast wäre sogar noch Vandoorne am Deutschen vorbei gekommen. Lotterer gab allerdings nicht auf und nutzte den Attack-Mode, der ihn wieder an Evans heranbrachte. Jetzt war Lotterer der Jäger.

Nun nutzte zwar Evans die 25 Extra-kW des Attack-Mode, kam jedoch nicht vom Deutschen weg. So ging es hin und her. Doch dann kam Lotterer in Bedrängnis, sein Akku war leer. Entsprechend raste Evans quasi ohne Gefahr zum Sieg, seinen ersten sowie auch den ersten für Jaguar. Hinter Evans und Lotterer querte Vandoorne als Dritter die Ziellinie. Das erste Podest für das neue HWA-Team, das zur nächsten Saison seinen Startplatz an Mercedes abtritt. Frijns, Buemi, Rowland, di Grassi, d’Ambrosio, da Costa sowie Wehrlein machten die Top 10 voll. Günther hingegen blieb tatsächlich in der letzten Runde ohne Saft liegen.

Rom E-Prix 2019: verdammt enge Wertung…

Mit dem mittlerweile siebten (!) Sieger im siebten Rennen der Saison 2018/2019 ist die Wertung verdammt eng. D’Ambrosio konnte trotz nur vier Punkte da Costa (2 Punkte) überholen und liegt mit 65 zu 64 Punkten nun wieder auf Platz eins. Einen großen Sprung machten jedoch Lotterer und Evans, die mit nun 62 und 61 Punkten auf drei und vier liegen. Und damit nur knapp hinter dem Führungsduo. Auch dahinter ist es recht eng: di Grassi hat nun 58 Zähler, Frijns 55, Vergne und Bird jeweils 54, Mortara 52. Erst zu Abt (44) auf Platz zehn klafft eine kleine Lücke. Apropos Abt: Der Deutsche blieb beim Rom E-Prix 2019 erstmals in dieser Saison ohne Punkte. Somit ist Evans der einzige Fahrer, der in jedem Rennen Zähler einfahren konnte.

Bei den Teams geht es ebenfalls eng zu. Techeetah ist mit 116 Punkten neuer Spitzenreiter. Dahinter lauert Virgin mit 109 sowie Mahindra und Audi punktgleich mit je 102 Zählern. Das nächste Rennen steigt mit dem Paris E-Prix schon in zwei Wochen am 27. April.

Bild: Formula E – Video: YouTube / Formula E

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