Paris E-Prix 2019: Frijns gewinnt erstes Regenrennen

Paris E-Prix 2019 Robin Frijns

Achtes Rennen, achter Sieger: Robin Frijns feiert beim Paris E-Prix 2019 seinen ersten Sieg. Überhaupt geht das Rennen in die Geschichte ein. Erstens wegen seiner Action, zweitens als erstes Regenrennen der Formel E.

Was für ein Rennen. Schon die Austragung der Super Pole zum Paris E-Prix 2019 war pures Drama. Wehrlein eroberte zum zweiten Mal die Pole Position. Doch die Rennleitung strich wenig später die Zeit. Der Reifendruck war zu niedrig. Ebenso wie bei seinem Teamkollegen Jerome d’Ambrosio. So gingen beide Mahindra von den zwei letzten Startplätzen ins Rennen. Stattdessen auf Pole Position: Oliver Rowland. Dahinter: Sébastien Buemi. Entsprechend standen beide Nissan in Reihe eins. Frijns startete von Platz drei, Massa von vier. Bester Deutscher: Maximilian Günther auf Platz fünf vor Andre Lotterer auf Platz sechs.

Pünktlich um 16:05 gingen die 22 Elektroautos in den E-Prix. Der Start verlief extrem ruhig, doch keine zwei Minuten später krachte Rowland in die Mauer. Jetzt führte Buemi vor Frijns sowie Massa. Doch der Renngott hatte anderes im Sinn. Frijns hing dem Schweizer permanent im Heck und wagte in der zwölften Runde den Angriff. Vorbei war der Niederländer. Kurz darauf kassierte auch Lotterer – wie zuvor schon Günther und Massa – Buemi. Wenig später steuerte der Schweizer die Box an, sein Nissan hatte offenbar technische Probleme.

Paris E-Prix 2019: Debakel für Nissan

Neuer Erster war nun jedenfalls Frijns. Dahinter: Lotterer und Massa. Dem Brasilianer hing allerdings schon Daniel Abt im Heck. Kurz darauf war der Deutsche vorbei. Massa kämpfte nun gegen Günther und di Grassi um Platz vier. Dann die große Premiere in der Formel E: Beim Paris E-Prix 2019 setzte Regen sein. Das gab es in über vier Jahren noch nie.

Prompt rief die Rennleitung eine Full Course Yellow aus, die Piloten durften nur noch mit 50 km/h durch Frankreichs Hauptstadt cruisen. Stand nach 26 Renn-Minuten: Frijns vor Lotterer und Abt. Dahinter: Massa, Günther, di Grassi, Turvey, Mortara, Dillmann, Vergne. Der Himmel schloss allerdings schnell wieder die Schleusen. Kaum war grün, kassierte Vergne Turvey. Nur Sekunden später knallte Dillmann in die Mauer. Mitch Evans hatte ebenfalls Trouble und fuhr ohne Frontflügel in die Box. In Kurve drei krachten wiederum Bird und Sims zusammen. Schon gab die Rennleitung erneut eine FCY aus.

Derweil kam auch Vandoorne an die Box und stellte seinen HWA ab. Sechs Minuten später gab die Rennleitung wieder grün. Prompt ging es wieder heiß her. Vergne lag im Clinch mit Mortara sowie Günther und crashte beinahe in die Mauer. Massa drehte sich auf der Zielgeraden. Dann krachte Mortara in die Mauer. Rowland und Buemi waren übrigens noch im Rennen. Allerdings bekam der Schweizer eine Durchfahrtsstrafe aufgebrummt, er war zu schnell in der Box.

Regen und Unfälle beim Paris E-Prix 2019

Massa jedenfalls lag nach seinem Dreher nur noch auf sieben. Die Top 6 hießen hingegen Frijns, Lotterer, Abt, di Grassi, Günther, Vergne. Kurz darauf musste Rowland an die Box, der Brite hatte sich den Frontflügel abrasiert. Dann crashten Lynn und Mortara. Zeitgleich außerdem Massa und Dillmann. Trümmerteile übersäten die Strecke. Wieder Full Course Yellow, der obendrein schnell das Safety Car folgte. Schlecht für Frijns, der damit seinen Vorsprung von sechs Sekunden einbüßte. Doch der Niederländer führte nach wie vor. Und zwar vor Lotterer, Abt, Günther, Vergne, da Costa, d’Ambrosio, Paffett sowie Lopez.

Wenige Minuten vor Rennende ging das Safety Car wieder in die Box, grün. Frijns blieb in Front, während d’Ambrosio da Costa kassieren konnte. Doch schon krachte es erneut: d’Ambrosio und Lopez waren gecrasht. Der Belgier stand in der Mauer. Wieder FCY. Ob die Rennleitung tatsächlich noch einmal die grüne Flagge zeigen würde? Ja. Doch Frijns hatte Vorsprung auf Lotter und schon fiel die Checkered Flagg. So feierte Robin Frijns beim Paris E-Prix 2019 seinen ersten und mehr als verdienten Sieg. Lotterer und Abt komplettierten das Podium auf zwei und drei.

Mit seinem Sieg übernimmt Frijns übrigens die Tabellenführung. Allerdings hat der Niederländer mit 81 Punkten nur einen Zähler mehr als Lotterer. Die Meisterschaft bleibt also eng. Zumal auch da Costa auf Platz drei – punktgleich mit di Grassi auf vier – mit 70 Punkten nicht weit weg ist. Bei den Teams ist es ebenfalls eng. Techeetah führt mit 142 Punkten vor Virgin (135) sowie Audi (129). Weiter geht es in zwei Wochen mit dem Monaco E-Prix am 11. Mai.

Bild: Formula E / Steven Tee / LAT Images

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