New York E-Prix 2019 II: Frijns gewinnt, Vergne ist Meister

New York E-Prix 2019 II: Robin Frijns gewinnt, Jean-Eric Vergne ist Meister

Sonntag, zweites Rennen und endlich die Entscheidung. Beim New York E-Prix 2019 II gewann zwar nicht JEV, dennoch reichte Platz sieben für den Titel. Als Sieger querte hingegen Robin Frijns die Ziellinie.

Gestern beim ersten Lauf langte es zum Gewinn des Titels noch nicht. JEV schaffte nach einem Crash nur P15. Stattdessen gewann Sébastien Buemi den New York E-Prix 2019 I und beendete damit seine Durststrecke. Die großen Titelaspiranten – Jean-Eric Vergne, Lucas di Grassi, Mitch Evans sowie Sébastien Buemi – schienen beim zweiten New York-Rennen nicht alle auf Zack. JEV stellte seinen Virgin nur auf Startplatz zwölf, die Grassi seinen Audi auf elf. Evans ging von P8 ins Rennen. Die Pole holte sich übrigens Alexander Sims. Dahinter: Robin Frijns, Sébastien Buemi, Sam Bird, Stoffel Vandoorne, Daniel Abt.

Beim Start konnte Sims seine Pole verteidigen, dafür kassierte Buemi Frijns. Der Niederländer musste sich sogar gegen Bird und Vandoorne wehren. In Kurve sechs drehte sich Lopez, wodurch es kurz einen kleinen Stau gab. Sims lag weiterhin vor Buemi, Frijns fand ebenfalls schnell wieder Anschluss. Dann gab es Gelb. Wegen einer Kollision zwischen Turvey und Lopez – der auf Strecke stehenblieb – musste sogar das Safety Car auf die Strecke. In dieser stellte leider Lotterer seinen E-Renner an der Box ab, Aus.

New York E-Prix 2019 II: frühes Safety Car…

Acht Minuten später gab die Rennleitung wieder grün, Sims gab prompt Gas und blieb somit in Führung. Dafür ritt Bird eine Attacke auf Vandoorne. Rowland versuchte wiederum sein Glück an Bird, der auf P5 lag. Sims brannte derweil eine neue Bestzeit in die Bahn, die er in der nächsten Runde gleich noch mal unterbot. Kurz darauf kassierte Frijns in Kurve eins Buemi und gewann P2 zurück. Bird schnappte sich in Kurve zehn Vandoorne.

Danach waren vor allem die Virgin gut unterwegs. Frijns lag zwar knappe zwei Sekunden hinter Sims, holte jedoch Zehntel für Zehntel auf. Bird peilte ebenfalls das Podium an. Die neue Bestzeit setzte jedoch Buemi. Anschließend war beim New York E-Prix 2019 II erst einmal Ruhe. Di Grassi lag nur auf P10, für den Titel wäre der Sieg nötig gewesen. Kurz darauf wagte Rowland einen Angriff auf Vandoorne und eroberte P5. Paffett war plötzlich nur noch auf Elfter, hatte also zwei Plätze verloren. Di Grassi war hingegen nun Neunter, Vergne Zehnter. Frijns wiederum lag nur noch 6,5 Zehntel hinter Sims. Derweil verteidigte sich Abt gegen Evans. Die beiden kennen sich übrigens gut: In der GP3 kämpften beide 2012 um den Titel. Evans gewann diesen schließlich – mit zwei Punkten Vorsprung. Dritter damals: ein gewisser Felix da Costa.

New York: Robin Frijns versus Alexander Sims

Apropos da Costa: Der Portugiese war einer der Gewinner des FanBoost. Ebenso wie Abt, Buemi, di Grassi und Vandoorne. Abt nutzte diesen prompt und schnupfte Vandoorne, der auch gleich von Evans bedrängt wurde. Abt attackierte derweil bereits Rowland auf P5. Zwischenstand nach 15 Runden: Sims vor Frijns, Buemi, Bird, Rowland, Abt, Vandoorne, Evans, di Grassi und Vergne. Der Kampf um die Spitze mutierte wie gestern zum Vierkampf. Überraschend wagte dann Frijns in Kurve eins eine Attacke – und war an Sims vorbei.

Prompt funkte die Box an den 2019er Paris-Sieger: „Toller Job, jetzt maximale Effizienz“. Den Befehl setzt der Niederländer perfekt um. Trotz Attack Mode kam Sims nicht wieder an Frijns vorbei. Noch 15 Minuten auf der Uhr. Abt kassierte Rowland, Evans wäre ebenfalls fast am Briten vorbeigegangen. Kurz darauf war dieser in Kurve eins aber doch fällig, Evans somit neuer Sechster. Kurz darauf überholte di Grassi dank FanBoost Vandoorne, lag damit nun auf P8. Der Brasilianer setzte gar zu einem Schlussspurt an, wenig später war Rowland auf P7 fällig.

New York E-Prix 2019 II: Frijns gewinnt…

So langsam wurde es zumindest in der Teamwertung enger für Techeetah, nach aktuellem Stand lag Audi nur noch acht Punkte hinter dem Tabellenführer. Doch nun gab Vergne Gas und holte sich von Vandoorne P9. Buemi wiederum versuchte mit dem FanBoost eine Attacke auf Sims, verbremste sich jedoch. Schon war Bird ran, womit Buemi selbst in Bedrängnis war. Auch Evans machte derweil wieder Druck auf Abt.

Noch fünf Minuten auf der Uhr. Buemi jagte Sims, Evans Abt. Das half vor allem di Grassi, der dadurch plötzlich wieder an den Top 4 schnupperte. Letzte Minute. Di Grassi hing Evans im Heck. Pech für den Neuseeländer: Sein Akku war um ein Prozent leerer als der des Brasilianers. Frijns querte zudem kurz vor der Ablaufen der Uhr die Ziellinie, womit das Feld eine Extrarunde fahren musste. Der Niederländer lag übrigens bequem in Front, Sims fehlten über vier Sekunden. So sah Frijns auch als Erster die schwarz-weiße Flagge und feierte nach Paris seinen zweiten Saisonsieg, mit einem Antrieb von Audi im Heck. Evans rollte derweil aus, sein Akku war tatsächlich leer. Damit nicht genug: Der Neuseeländer zog auf die rechte Seite, auf der di Grassi überholen wollte. Es kam zum Crash, der beide aus den Top 10 warf.

New York: Jean-Eric Vergne ist Meister

Die ersten Zehn beim letzten Lauf zur Formel E-Saison 2018/2019 hießen daher: Frijns vor Sims und Buemi. Dahinter Bird, Abt, Rowland, Vergne, Vandoorne, da Costa, Paffett. Neuer alter Meister 2018/2019 ist Jean-Eric Vergne, der als erster Formel E-Champ seinen Titel verteidigen kann. Auch bei den Teams ist der Titel nun für DS Techeetah fix. Bis zur nächsten Saison…

Bild: Audi / Michael Kunkel – Video: YouTube / Formel E

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