Paukenschlag: Alex Lynn ersetzt Nelson Piquet jr. bei Jaguar

Nelson Piquet jr. Jaguar

In der ersten Formel E-Saison raste Nelson Piquet jr. zum Titel. Danach folgte quasi der Absturz. Auch der Wechsel zum neuen Jaguar-Team brachte nichts. Nun folgt das Aus: Piquet und Jaguar gehen getrennte Wege.

Zwei Siege, ein zweiter Platz sowie zwei dritte Plätze: So krönte sich Nelson Piquet jr. 2014/2015 zum ersten Champion der neuen Formel E. Zugegeben: Der Sieg war mit einem Punkt Vorsprung damals denkbar knapp. Piquet kam 2014/2015 auf 144 Zähler, sein ärgster Widersacher Sébastien Buemi auf 143 Punkte. In der nächsten Saison war er mit NextEV (heute NIO) dann ohne jede Chance. Magere achte Punkte hießen Rang 15 in der Tabelle. Auch in der Saison 2016/2017 konnte Piquet jr. mit NextEV nichts reißen. So wechselte der Brasilianer zum neuen Team Jaguar.

Kein Erfolg: Nelson Piquet jr. und Jaguar

Mit dem Raubkatzen ging es zuerst dezent bergauf. 51 Punkte brachten den neunten Platz in der Tabelle. Ein Podium oder gar Sieg gelang dem Brasilianer aber nicht. Drei vierte Plätze waren die beste Platzierung. Die neue Saison 2018/2019 begann wieder deutlich schlechter. In Riad wurde Piquet junior Zehnter, in Marrakesch und Santiago kam er außerhalb der Punkte in Ziel. In den letzten drei Rennen wie in Sanya fiel der Brasilianer jeweils aus. So kommt der erste Formel E-Meister in der laufenden Saison auf gerade mal ein Pünktchen. Platz 20.

Jetzt folgt das Aus: Nach eineinhalb Jahren steigt Nelson Piquet jr. bei den Raubkatzen aus. Schon zum nächsten E-Prix in Rom steht der Brasilianer nicht mehr in der Startaufstellung. Die Trennung erfolgt laut Jaguar-Teamchef James Barclay jedenfalls einvernehmlich. Dürfte heißen: Weder Jaguar noch Nelson Piquet jr. waren mit der jeweils anderen Seite zufrieden. Piquet will sich nun den brasilianischen Stockcars widmen. Ein Comeback in der Formel E scheint der Sohn von Nelson Piquet aber nicht kategorisch auszuschließen.

Jaguar: Alex Lynn übernimmt Piquet-Cockpit

Sein Cockpit bei Jaguar übernimmt Alex Lynn, der damit in Rom sein Comeback gibt. Tatsächlich ist der Brite in der Formel E nicht unbekannt. Schon 2016 testete Lynn für Jaguar. In der Saison 2016/2017 startete Lynn außerdem für Virgin beim (doppelten) New York E-Prix und holte prompt die Pole Position. Die Rennen beendete er zwar nicht, dennoch nahm ihn Virgin für 2017/2018 unter Vertrag. Während sein Teamkollege Sam Bird mit zwei Siegen Dritter in der Wertung wurde, reichte es für Lynn allerdings nur zu Platz 16. Sein bestes Ergebnis fuhr der Brite beim Punta del Este E-Prix mit Platz sechs ein. Danach ging der 25-jährige für Aston Martin in der WEC an den Start.

Bild: Formula E / Sam Bloxham / LAT Images

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