ePrix Marrakesch 2020: da Costa siegt vor Günther & Vergne

ePrix Marrakesch 2020 Antonio Felix da Costa

Erst Pole Position, dann ein dominanter Sieg: Antonio Felix da Costa drückte dem ePrix Marrakesch 2020 seinen Stempel auf. Der Techeetah-Pilot siegte vor Günther im BMW sowie Teamkollege Vergne.

Er kam, er sah, er siegte. Antonio Felix da Costa schnappte sich beim ePrix Marrakesch 2020 erst die Pole, dann auch den Sieg. Und zwar mit einer eindrucksvollen Leistung. Doch von vorn: Die ersten zehn der Startaufstellung hießen da Costa, Günther, Lotterer, de Vries, Mortara, Buemi, d’Ambrosio, Sims, Rowland sowie Calado.

Da Costa blieb beim Start vorn. Mortara verlor prompt einen Platz, de Vries jagte Lotterer auf P3. Der eigentliche Verlierer aber war d’Ambrosio, der nach Problemen in der Schikane von fünf auf zehn zurückfiel. Calado zeigte dagegen ein Top-Manöver und schnupfte in Kurve sieben gleich zwei Konkurrenz, war damit prompt Achter.

ePrix Marrakesch 2020: Günther jagt da Costa

Derweil schien ein Zweikampf um den Sieg zu entbrennen. Günther hing da Costa im Heck, nach zwei Runden trennten die zwei Kampfhähne gerade mal 0,8 Sekunden. Vergne schnupfte zur gleichen Zeit Calado auf P8; Mortara, Buemi und Rowland kämpften um P5. Kurz darauf lotste Nissan Buemi an Rowland vorbei. Weiter vorn standen einige Piloten unter Beobachtung. Die Stewards untersuchten Lotterer (P4) wegen unerlaubten Verlassens der Strecke sowie de Vries (P3) wegen zu hoher Rekuperation. Außerdem schaute man sich den Start von Qinghua Ma an, der wohl zu früh auf dem Gas stand.

Zumindest für Lotterer gab es schnell einen „Freispruch“. Günther machte wie gehabt Druck auf da Costa, lag nur 0,5 Sekunden zurück. Bei de Vries auf P3 waren es hingegen schon über zwei Sekunden – nach knapp zehn Minuten Rennen. Doch der Niederländer bekam eine Strafe: de Vries musste einmal durch die Box cruisen, P3 war damit futsch. Zurück auf der Strecke war der Mercedes-Junior nur noch noch 23., Lotterer dafür neuer Dritter. Kurz darauf schnappte sich di Grassi Sims auf P7. Zwei Minuten später ging Wehrlein an Hartley vorbei. Allerdings ging es da lediglich um P13.

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Tolle Aufholjagd von Jean-Eric Vergne

Das Rennen plätscherte etwas vor sich hin. JEV zeigte dennoch eine tolle Show. Als Mortara den Attack Mode nutzte, war der Champ vorbei und neuer Vierter. Prompt machte der Franzose Jagd auf den Porsche von Lotterer. Apropos Attack Mode: Wie man diesen richtig nutzte, zeigte Bird. Der Brite schnupfte mit einem tollen Move Sims und di Grassi im Doppel und war damit neuer Zehnter. Parallel cruiste nun auch Ma durch die Boxengasse, der Chinese bekam die Strafe für seinen Frühstart.

Wenig später nutzte auch Lotterer den Attack Mode. Vergne war vorbei und somit Dritter. Eine Minute darauf war der FanBoost offiziell. Die Gewinner hießen da Costa, di Grassi, d’Ambrosio, Wehrlein sowie Vandoorne. Für das nächste Manöver sorgte jedoch wieder der Attack Mode: Lotterer eroberte P3 von Vergne zurück. Auch Günther war wieder nah an da Costa dran und zwar auf 0,3 Sekunden. Di Grassi drehte ebenfalls auf. Der Brasilianer gewann gleich zwei Positionen gegen Calado und d’Ambrosio.

Marrakesch ePrix: Günther gewinnt Führung

Den eigentlichen Coup aber landete Günther. Der Deutsche ging in Kurve eins an da Costa vorbei, führte damit nun den ePrix Marrakesch 2020 an. Kurios: So ganz geplant schien der Move nicht. Funksprüche von Günther an seine Crew klangen fast schon verzweifelt. BMW funkte prompt zurück, dass Günther auf die Energie aufpassen sollte. Da Costa sparte diese bereits dank dem Windschatten, den er durch Günther nun hatte. Der Portugiese schien tatsächlich taktisch zu fahren und hing dem BMW direkt im Heck. Also versuchte auch Günther Energie zu sparen. Dadurch kamen Lotterer und Vergne wieder näher ran. Da Costa nutzte derweil die Gelegenheit, einen Attack Mode loszuwerden und blieb nur knapp vor Lotterer. Jetzt spielte Günther den Taktiker – und ließ da Costa recht kampflos vorbei. Kurz darauf schnappte sich Vergne zum zweiten Mal Lotterer, war damit wieder Dritter.

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Kurz darauf schlich Wehrlein an die Box, der Deutsche hatte einen Platten. Lotterer wiederum geriet unter Druck von Mortara, der erst kurz zuvor Buemi überholt hatte. Schon war Mortara vorbei, Lotterer hatte zum zweiten Mal den Attack Mode aktiviert. Günther wiederum hing da Costa im Heckflügel. Rückstand: 0,7 Sekunden bei noch knapp zwölf Minuten auf der Uhr. Kurz darauf eroberte Lotterer P4 von Mortara zurück.

ePrix Marrakesch 2020: Duell Günther & Vergne

Die letzten Minuten ging es noch mal richtig rund. Erst attackierte di Grassi Rowland, dann schnappte sich Vergne Günther. Doppelführung für Techeetah. Der Kampf zwischen Vergne und Günther spielte dem führenden da Costa in die Hände. Entschieden war der ePrix Marrakesch 2020 aber noch lange nicht. Günther machte Vergne Druck, während da Costa sich mehr und mehr absetzte. Sechs Minuten vor Schluss war der Portugiese dem Feld knappe drei Sekunden voraus. Lotterer auf P4 lag wiederum vier Sekunden hinter Vergne und Günther zurück, spielte also keine Rolle mehr beim Kampf um das Podium. Stattdessen wagte Buemi einen Angriff – und eroberte von Lotterer P4.

Kurz vor Schluss, Vergne fuhr knallhart Kampflinie. Lotterer rutschte immer weiter ab, nur noch P8 für den dreimaligen Le Mans-Sieger. Noch zwei Runden. BMW gab an Günther die Order, bis zur letzten Runde zu warten. Dann war die Zeit zu Ende, da Costa ging in die letzte Runde. Günther und Vergne balgten sich in Kurve eins, JEV blieb geradeso vorn. Vorteil Günther: Der Deutsche hatte mehr Energie im Akku. Da Costa fuhr bereits über die Ziellinie, das war der Sieg beim ePrix Marrakesch 2020. Günther schnappte sich auf dem letzten Meter Vergne, der quasi ohne Energie ins Ziel rollte. Ebenfalls in den Top 10: Buemi, Mortara, Evans, di Grassi, Lotterer, Rowland und Bird.

Das nächste Rennen findet leider erst am 4. April in Rom statt. Sanya ist wegen dem Coronavirus abgesagt.

Bild & Video: Formula E Holdings

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