Diriyah ePrix 2019 II: Alex Sims beschert BMW den Sieg

Diriyah ePrix 2019 II: Sims und Günther bescheren BMW Doppelsieg

Wieder Pole – und endlich Sieg. Alexander Sims dominierte den Samstagslauf des Diriyah ePrix 2019 und gewann vor seinem Teamkollegen Maximilian Günther sowie Lucas di Grassi. BMWs Freude währte dennoch nur kurz.

Gestern noch so etwas wie der Zero, heute hingegen der Hero. Konnte BMW-Pilot Alexanders Sims seine Pole Position beim Freitags-Lauf in Diriyah nicht umsetzen, gelang das am Samstag umso besser. Den Grundstein legte der Brite wie gesagt mit der Pole Position. Ebenfalls in den Top 10 starteten Günther (BMW), di Grassi (Audi), Vandoorne (Mercedes), Mortara (Venturi), Rowland (Nissan), de Vries (Mercedes), Turvey (NIO 333), Abt (Audi) und Calado (Jaguar).

Action gab es dann schon vor dem Start. D’Ambrosio kam vom „Dummy-Grid“ nicht weg und musste daher seinen Start von P4 abblasen. Den Start selbst gewann Sims. Überhaupt tat sich beim Samstagslauf anfangs nicht viel. Allein Vergne kam an die Box: Der Champion musste wegen einem Wechsel des Akkus zehn Sekunden abbüßen. Danach passierte quasi nix. Sims führte vor Buemi, di Grassi und da Costa.

Felix da Costa prescht vor – und crasht

Da Costa war allerdings im Vorwärtsdrang. Zur achten Rennminute schnappte sich der Portugiese di Grassi auf P3, der sich in Kurve 18 verbremste. Sims wiederum war der erste, der den Attack Mode nutzte. Wieder schrieb die Rennleitung den zweimaligen Gebrauch vor. Kurz darauf schnappte sich Bird Evans auf P4. Dann krachte es das erste Mal: Da Costa wollte an Buemi vorbei, drehte dabei den Schweizer, der so auf P14 zurückfiel. Dumm nur: Buemi hatte keine Geduld und fuhr quer über die Ideallinie. Dafür bekam der Schweizer eine 10-Sekunden-Strafe. Für da Costa wiederum gab es eine Durchfahrtsstrafe.

Dann ging es richtig rund. Di Grassi schnappte sich da Costa. Doch der Portugiese wusste prompt zu kontern. Kurz darauf kamen sich Bird und Evans zu nahe, worauf der Brite in die Mauer krachte. Bird konnte weiterfahren, doch nur eine Kurve später schob ihn Wehrlein erneut in die Mauer. Safety Car. Trotz Überholverbot schnappte sich nun Günther di Grassi und Vandoorne. Di Grassi konterte später, da Costa sitzte hingegen seine Durchfahrtsstrafe ab.

Diriyah ePrix 2019 II: Frijns rast in die Mauer

Kaum gab die Rennleitung wieder grün, ging es wieder rund. Frijns krachte in die Mauer, weswegen die Stewards erneut das Safety Car auf die Strecke schickte. Bei der Freigabe des Rennens waren die Stewards aber etwas kurzsichtig: Obwohl Frijns Renner noch am Haken des Krans hing, kam die grüne Flagge. Immerhin rief man rechtzeitig eine Full Course Yellow aus.

Beim anschließenden Restart zeigte die Uhr noch acht Minuten. Auch diese sollten Action versprechen. Di Grassi verlor wegen dem Attack Mode zwei Ränge an Günther und Vandoorne. Den Belgier kassierte der Audi-Pilot aber prompt in Kurve 18. Danach hing di Grassi Günther im Heck, fand allerdings keinen Weg am Deutschen vorbei. Kurz darauf fiel die schwarz-weiße Flagge, Sims gewann vor Günther und di Grassi. Kleines Aber: Günther stand wegen der Safety Car-Aktion „under investigation“.

Strafe für Günther: BMW verliert Doppelsieg

BMWs Freude über den Doppelsieg sollte dann auch nicht lange währen. Die Stewards sprachen gegen Günther nachträglich eine Strafe aus. Grund war das regelwidrige Überholen trotz Safety Car, für welche Günther eine Durchfahrtsstrafe erhielt. Diese wieder wandelte man in eine Zeitstrafe von 24 Sekunden um. Entsprechend fiel Günther auf P13 zurück. Zusätzlich bekam Günther drei Strafpunkte. Die Top 10 des zweiten Diriyah ePrix 2019 hießen somit Sims vor di Grassi, Vandoorne, Mortara, Rowland, Abt, Calado, Vergne, Hartley und da Costa.

Die neue Formel E-Saison 2019/2020 macht nun übrigens ein paar Wochen Pause. Das dritte Rennen steigt erst am 18. Januar 2020 in Santiago de Chile.

Bild & Video: Formula E Holdings

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