Circuit Calafat: Porsche testet neuen Formel E-Boliden

Circuit Calafat: Porsche testet neuen Formel E-Boliden

Es ist kein Geheimnis: Zur kommenden sechsten Saison 2019/2020 steigt Porsche in die Formel E ein. Jetzt haben die Schwaben ihren künftigen Renner auf dem Circuit Calafat getestet – drei Tage lang.

Porsche macht Ernst: Nach dem Ausstieg aus der WEC Ende 2017 schlagen die Stuttgarter noch 2019 ein neues Kapitel auf. Dessen Überschrift: Formel E. Auf dem spanischen Circuit Calafat schauten sich die Schwaben ihren neuen E-Boliden nach dem ersten Rollout Anfang März nun genauer an. In drei Tagen absolvierten Neel Jani (Schweiz) sowie Brendon Hartley (Neuseeland) 307 Runden und damit über 1.000 km in dem Elektro-Rennwagen. Jani steht übrigens schon als Fahrer fest. Ob Hartley zum Einsatz kommt, ist noch offen, aber nicht unmöglich. Schließlich holte der Neuseeländer 2015 und 2017 auf Porsche den WEC-Titel. Allerdings soll auch Mitch Evans gute Chancen auf das Porsche-Cockpit haben. Evans (ebenfalls aus Neuseeland) gewann gerade erst den Rom E-Prix – auf Jaguar.

In Spanien durften Jani und Hartley jedenfalls den Boliden ausprobieren. Der Circuit Calafat dürfte dabei vielen unbekannt sein. Die Strecke liegt nahe L’Ametlla de Mar in der katalanischen Provinz Tarragona. Auf 3.250 m Länge weist der Kurs neun Rechts- sowie sieben Linkskurven auf.

Stimmen zum Test auf dem Circuit Calafat

Neel Jani (Porsche Stammpilot):
„Ich ziehe eine sehr positive Bilanz, was die Testfahrten mit dem Porsche Formel-E-Fahrzeug in Calafat betrifft. Es ist von enormer Bedeutung, in der Testphase unseres Formel-E-Rennwagens viele Kilometer zu fahren und dabei Erfahrungswerte zu sammeln – vor allem aus technischer Sicht. Es waren sehr produktive Tage. Nun freue ich mich darauf, in den nächsten Monaten zusammen mit dem Team daran zu arbeiten, das Maximum aus dem Porsche Formel-E-Rennwagen herauszuholen.“

Brendon Hartley (Porsche Testfahrer):
„Als Test- und Entwicklungsfahrer ist es meine Aufgabe, das Porsche Formel-E-Programm bei der Vorbereitung auf die Saison 6 zu unterstützen. Dabei stand für mich bisher die Simulationsarbeit in Weissach im Vordergrund. Nun auch Testkilometer auf einer Rennstrecke fahren zu können, war ein tolles, aber auch forderndes Erlebnis. Es macht natürlich großen Spaß, das Auto zu fahren. Es bereitet mir auch viel Freude, mit dieser Gruppe an talentierten Leuten von Porsche zusammenzuarbeiten und einen Beitrag zu diesem Projekt leisten zu können.“

Amiel Lindesay (Team Manager):
„Wir sind mit dem Verlauf der Testfahrten des Porsche Formel-E-Fahrzeugs in Calafat sehr zufrieden. Wir konnten ein umfangreiches Testprogramm abspulen und haben damit die Weichen für die kommenden Monate gestellt. Die generierten Daten dienen als Basis. Wir werden sie nun im Detail analysieren, um uns ideal auf die künftige Testarbeit vorbereiten zu können.“

Malte Huneke (Technischer Projektleiter):
„Mit den gewonnenen Erkenntnissen werden wir bei der Entwicklung des Porsche Antriebsstrangs einen großen Schritt vorwärts machen. In dieser Phase der Vorbereitung steht vor allem die Zuverlässigkeit im Fokus, bevor wir uns zu einem späteren Zeitpunkt auf die Performance konzentrieren. Vor uns liegt noch eine Menge Arbeit, aber die Entwicklung verläuft absolut planmäßig.“

Porsche und die Formel E: So geht’s weiter…

In nächster Zeit will Porsche weitere Testfahrten absolvieren. Allerdings stehen den Schwaben zwischen 1. Januar und 1. Oktober nur 15 Testtage zur Option. Im Juni stehen die Crashtests an, im August dann die finale Homologation durch die FIA. Sein Renndebüt in der Formel E gibt Porsche schließlich Ende 2019.

Bild: Porsche

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