Berlin E-Prix 2019: Lucas di Grassi gewinnt Audi-Heimspiel

Berlin E-Prix 2019: Lucas di Grassi gewinnt Audis Heimspiel

Sieg beim Heimrennen: Viel besser hätte der Berlin E-Prix 2019 für Audi kaum verlaufen können. Der Brasilianer Lucas di Grassi sicherte seinen Mannen den Triumph, während Buemi und Vergne auf zwei und drei landen.

Die Saison 2018/2019 der Formel E nähert sich ihrem Ende. Logisch, dass der Titelkampf umso verbissener scheint. Zumal nun auch Lucas die Grassi wieder mitmischt. Der Brasilianer gewann gestern den Berlin E-Prix 2019 und damit quasi das Heimrennen seines Audi-Teams. Den Grundstein legte di Grassi bereits im Qualifying mit einem dritten Startplatz hinter Buemi und Vandoorne. Ebenfalls in den Top 10: Paffett, Lynn, Abt, da Costa, Vergne, Wehrlein und d’Ambrosio. Lotterer stellte seinen Techeetah nur auf den letzten Startplatz. Grund: Der Deutsche schaffte es nicht rechtzeitig über die Start-Ziel-Linie und konnte damit schlicht keine schnelle Runde drehen. Lotterer blieb also ohne Zeit.

Beim Start konnte Buemi schließlich seine Führung behaupten. Massa hingegen verlor mehrere Plätze. Lotterer wiederum fuhr prompt auf 16 vor. Zwei Minuten nach Start gab die Rennleitung den Attack Mode frei. Di Grassi wagte in Kurve sechs einen Angriff auf Vandoorne – und ging vorbei. Auf Buemi fehlte lediglich eine halbe Sekunde. Wenig später knackte Lynn Paffett. Der DTM-Champ kam dabei so in Bedrängnis, dass obendrein Abt und da Costa durchrutschten.

Berlin E-Prix 2019: di Grassi packt Buemi

Kurz darauf – und wieder in Kurve sechs – wagte di Grassi die Attacke gegen Buemi. Und tatsächlich: Der Brasilianer übernahm beim Berlin E-Prix 2019 die Führung. Mehr noch: Der Brasilianer konnte sich prompt ein kleines Polster herausfahren. Buemi musste sich hingegen auch noch gegen Vandoorne erwehren. Der Belgier fand jedoch keinen Weg vorbei. Im Gegenteil: Plötzlich war Lynn der neue Dritte, Vandoorne nur noch Vierter. Doch schon in Kurve zehn eroberte sich der Belgier das Podium zurück. Lynn musste sogar Abt durchlassen, verlor also gleich zwei Plätze.

Die nächsten Runden passierte beim Berlin E-Prix 2019 nicht allzu viel. Es gab vereinzelte Attacken, aber keine Positionswechsel. Einzig Vergne schnupfte Paffett, lag somit nun auf Platz sieben. Wenig später wagte Rowland eine Attacke auf Wehrlein. Der knallte daraufhin fasst in die Mauer, womit auch noch Sims vorbeikam. Ein paar Minuten später gab es den FanBoost und zwar für Vandoorne, Abt, Buemi, da Costa und Massa.

Abt nutzte kurz darauf den Attack Mode und verlor prompt zwei Plätze. Doch der Deutsche holte sich zumindest einen sofort zurück. Weiter vorn ging es ebenfalls turbulent zu: da Costa schnupfte Buemi, war damit neuer Zweiter. Zuvor hatte da Costa nämlich schon Vandoorne kassiert, als dieser den Attack Mode nutzte. Sims sowie Bird knackten wiederum Paffett. Wehrlein wagte ebenfalls eine Attacke, knallte jedoch mit dem Briten zusammen. Glück im Unglück: Beide konnten weiterfahren.

Berlin E-Prix 2019: Buemi kämpft…

In der Phase des Rennens ging es Schlag auf Schlag. Buemi holte sich dank FanBoost Platz zwei von da Costa zurück. Vergne krallte sich kurz zuvor Lynn und damit Platz sechs. Vergne drehte ebenfalls auf und schnappte sich Abt auf Rang fünf, kurz darauf obendrein Vandoorne auf vier. Einzig di Grassi drehte vorn einsam seine Runden. Vorsprung: fast fünf Sekunden. Dann rief die Rennleitung erst gelb, kurz darauf eine Full Course Yellow aus. Alex Lynn stand in Kurve zehn. Viele Fahrer verbrauchten nun ihren Attack Mode, der in Berlin ein bis zwei Sekunden kostete. Wieder einmal hatte die neue Idee ihren Sinn nicht erfüllt.

Sechs Minuten später war der Jaguar endlich von der Strecke geräumt, die Rennleitung gab grün. Da Costa war sofort wieder an Buemi dran, kam aber nicht vorbei. Wenig später rollte Lotterer langsam über den Kurs und steuerte prompt seine Box an. Aus für einen der Lokalmatadoren. Wenig später kassierte Vergne mit einem ebenso überraschenden wie knallharten Manöver da Costa in Kurve sechs. Derweil schmolz di Grassis Vorsprung auf nur noch drei Sekunden, doch der Brasilianer schien das Rennen im Griff zu haben. Vergne hingegen legte sich bereits Buemi zurecht. Doch den Schweizer konnte JEV nicht mehr packen.

Kurz darauf fiel die schwarz-weiße Flagge. Di Grassi gewann vor Buemi sowie Vergne auf zwei und drei. Punkte gab es außerdem für da Costa, Vandoorne, Abt, Sims, Roland, Bird und Wehrlein. Für die Grassi war es übrigens der zehnte Sieg in der Formel E, für Audi der zweite in Berlin. Schon 2018 gewannen die Ingolstädter, allerdings mit Daniel Abt.

Jean-Eric Vergne weiterhin Spitzenreiter…

Mit seinem dritten Platz und nun 102 Punkten behält JEV übrigens die Führung in Fahrerwertung. Di Grassi mit 96 Zählern liegt jedoch nur knapp hinter dem Sieger von Monaco. Lotterer hält mit 86 Punkten weiterhin Platz drei, verliert aber wegen seinem Ausfall an Boden. Neuer Vierter ist da Costa, der mit 82 Punkten aber nur ein Pünktchen vor Frijns (81) liegt.

In der Teamwertung kann ebenfalls Techeetah seine Tabellenführung mit 188 Zähler behaupten. Audi holt allerdings deutlich auf und liegt mit 163 Punkten nur noch 25 Zähler zurück. Virgin (137), Nissan (124), Mahindra (117) sowie BMW (106) sind bereits deutlich im Rückstand.

Das nächste Rennen steigt in vier Wochen in der Schweiz, wo am 22. Juni der Bern E-Prix steigt.

Bild: Audi / Michael Kunkel – Video: YouTube / Formula E

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