Ungarn 2019 Sieger: Hamilton, Verstappen, Vettel, McLaren

Ungarn 2019 Sieger: Hamilton, Verstappen, Vettel, McLaren

Ungarn 2019 brachte gleich einige Sieger hervor. Verstappen konnte zwar nicht gewinnen, dafür seine erste Pole holen und Hamilton einen guten Kampf liefern. Ebenfalls top: Vettel, Sainz, Russel, McLaren.

Sieger gab es beim GP von Ungarn 2019 einige. Mein großer Sieger ist aber ein „Kleiner“: George Russel. Der F2-Champ von 2018 stellte seinen Williams FW42 – bekanntlich die größte Gurke im 2019er Feld – auf den 16. Startplatz. Somit vor beide Racing Points und sogar Ricciardo. Gut, der Aussie verhaute seine schnellste Runde selbst. Dennoch: P16 im Williams, top. Teamkollege Robert Kubica brummte der Jungspund satte 1,3 Sekunden auf. Wahnsinn. Q2 verpasste Russel um gerade mal 0,053 Sekunden. Das Rennen beendete Russel ebenfalls auf P16, vor Stroll, Giovinazzi und Kubica. Mehr geht in einem Williams eigentlich nicht. Russel lieferte damit auf dem Hungaroring eine Topleistung ab. Respekt!

Sieger auf dem Hungaroring: Hamilton & Mercedes

Hamilton und Mercedes sind natürlich ebenfalls Sieger – logo, die haben das Rennen ja gewonnen. Doch wie sie das Rennen gewonnen haben, Respekt. An Verstappen kam Hamilton nicht vorbei, also überraschte Mercedes die Fans (wie auch Hamilton) mit einem zweiten Stopp. Der Brite bekam einen frischen Satz Medium auf die Achsen, während Verstappen auf dem Hard draußen blieb. Wobei Red Bull kaum Chancen hatte, zu reagieren. Zurück auf der Strecke lag Hamilton über 20 Sekunden zurück.

Doch dem Briten spielten zwei Dinge in die Karten. Erstens die frischen und weicheren Reifen. Zweitens der Umstand, dass bei Verstappen die Gummis zum Schluss böse einbrachen. In Runde 67 ging Hamilton nach Start-Ziel dann geradezu spielerisch am Niederländer vorbei. Das war der Sieg. Dieser ging quasi zu 50 Prozent auf die clevere Mercedes-Strategie und zu 50 Prozent auf Hamiltons Können. Dieses ist dem Briten kaum abzusprechen. Dass ständige Gezicke am Funk könnte sich Hamilton dagegen sparen. Ebenso wie Mercedes, dass das Rennen ja ach so schwer war. Bremsprobleme hin oder her, die haben das Ding gewonnen. Basta. Also mal lieber Fresse halten statt hinterher zu labern, dass es mal wieder ganz böse auf Messers Schneide war.

Ungarn-Sieger: Max Verstappen & Sebastian Vettel

Apropos Verstappen: Der Niederländer holte in Ungarn 2019 seine erste Pole Position. Kaum zu glauben, aber wahr. Als 100. (aber nicht jüngster) Fahrer in der F1 überhaupt. Glückwunsch. Dass Verstappen dann beim Manöver von Hamilton keine dummen Sachen machte, sondern dieses quasi hinnahm, zeigt seine neue Reife. Kein Blödsinn, stattdessen P2 und 18 Punkte mitgenommen. Plus einen Punkt für die schnellste Rennrunde, also insgesamt 19. Mehr ging nicht. Dass er den Sieg verlor, lag nicht an Max, sondern vielmehr an der Strategie. So oder so: Verstappen ist in Ungarn 2019 top gefahren und mittlerweile außerdem abgeklärt.

Vettel ist das schon längst. Meistens jedenfalls. Trotz der erneuten Niederlage in der Quali gegen Leclerc, blieb Seb cool. Außerdem verdammt lang draußen. Erst in Runde 40 holte sich Vettel frische Schlappen ab – und zwar den Soft. So hatte Seb beste Chancen, die der Deutsche auch nutzte. Wie Hamilton Verstappen kassierte Vettel auf seinen frischen und weichen Gummis kurz vor Schluss Leclerc, das war P3. Die 61 Sekunden Rückstand auf Hamilton sind kaum Vettel anzulasten, sondern dem Ferrari. Belgien und Monza sollte den Roten besser liegen.

Ungarn 2019: Sainz, McLaren und Räikkönen

Für Sainz und McLaren hätte Ungarn 2019 hingegen kaum besser laufen können. Wie schon in Hockenheim P5 im Rennen, das war eigentlich mehr als das Maximum. Gut, Bottas hatte Pech. Aber Gasly – einen Red Bull – schlugen Sainz und McLaren aus eigener Kraft. Apropos Gasly: Auf den Franzosen hat Sainz in der WM nur noch fünf Punkte Rückstand. Kein Witz. Gasly hält derzeit bei 63 Punkte, Sainz bei 58. Ein gewisser Dr. Helmut Marko dürfte sich wohl in den Arsch beißen, dass er Sainz ziehen ließ und stattdessen Gasly ins Red Bull-Cockpit setzte.

McLaren wieder zementiert sich mehr und mehr als vierte Kraft. Mit insgesamt 82 Zählern steht man zur Saisonhälfte bereits besser da als in allen drei Honda-Jahren. Sowie dem letzten Jahr (62). Honda liegt mit Red Bull allerdings ebenfalls deutlich weiter vorn als zu McLaren-Zeiten. Egal: McLaren ist derzeit vierte Kraft. Toro Rosso auf P5 hat lediglich 43 Zähler, Renault – als Werksteam – auf P6 nur 39. Wobei Renault zum zweiten in Folge ohne Punkte blieb.

Zuletzt Räikkönen. Einmal mehr zeigt sich der Finne als sichere Bank. P7 in Ungarn 2019 und damit wieder sechs Punkte. In der Schlussphase zudem Bottas im überlegenen Mercedes gehalten. Alfa Romeo steht daher mit 32 Zählern auf P7 der WM, nur sieben Punkte hinter Renault und elf hinter Toro Rosso. P5 wäre durchaus möglich. 31 Punkte gehen übrigens auf das Konto von Räikkönen, nur einer (!) auf das von Giovinazzi. Fazit: Bei Alfa kämpft Räikkönen nicht um Siege und nicht mal um Podien, doch der Finne fährt wieder wie zu seinen besten Zeiten.

Wer waren deine Sieger in Ungarn 2019? Schreib’ doch einen Kommentar!

Bild: Daimler

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