Racing Point RP20 2020: Ein Mercedes W11 in rosarot…

Racing Point RP20 2020

Als Racing Point im Februar seinen neuen Renner enthüllte, war lediglich die Lackierung „neu“. Zum Testauftakt in Barcelona folgte die echte Premiere – und der Schock: Der Racing Point RP20 schaut aus wie der alte Mercedes…

Stark angestellt, Riesenrüssel: So zeigten sich die Renner von Racing Point bzw. Vorgänger Force India in den letzten Jahren. Doch mit dem Aufkauf durch Lawrence Stroll und dessen frischem Geld geht die Truppe aus Silverstone neue Wege. Ganz neue Wege. Denn der neue Racing Point RP20 schaut aus wie der Mercedes W10 von 2019. Knubbelnase, breite ovale Lufthutze, runde Einlässe in den Seiten, langer Radstand. Kurzum: Der RP20 scheint ein 2019er Silberpfeil, nur eben im typischen Rosa von BWT.

Racing Point RP20 ist (gut) abgekupfert

Die Konkurrenz murrte. Und bekam es prompt mit der Angst. Denn die Mercedes-Kopie – in der Boxengasse bereits als „Copy Point“ oder „Pink Mercedes“ verschrien – zeigte auch noch mit schnellen Runden auf. Sergio Perez fuhr in der ersten Woche am Mittwoch gleich mal eine 1:17,4, das war Platz drei. Am Donnerstag folgte eine 1:17,3, das war sogar Platz zwei. 2019 kam der Mexikaner bei den Tests nicht über eine 1:17,6 hinaus. Zugegeben: Viel Aussage haben die Tests nicht. Dennoch fühlte sich Checo im neuen Renner auf Anhieb wohl. Perez sprach wegen dem Wechsel des Konzepts zwar von einem „großen Risiko“, doch scheint die Truppe aus Silverstone das Aero-Konzept tatsächlich zu verstehen.

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Racing Point konterte zudem das Meckern der Konkurrenz, sämtliche Designs wären in der eigenen Fabrik entstanden. Vom 2019er W10 habe man sich allein durch Fotos inspirieren lassen, einen Austausch von Informationen gab es hingegen nicht. Das wäre allerdings auch illegal. Denn laut Reglement muss ein Team quasi die komplette Karosserie selbst designen. Von Mercedes stammen lediglich Motor bzw. die Power Unit, Hydraulik und das Getriebe. Letzteres übrigens von 2019. Im Fazit ist es jedenfalls durchaus schlüssig, dass sich der Racing Point RP20 auch beim Design am 2019er Mercedes orientiert. Statt an Ferrari oder Red Bull. Interessant ist dennoch: Seit 2019 nutzt RP auch den Windkanal von Mercedes. Zumindest, bis der eigene in Silverstone wieder up to date ist. Hier gab es vielleicht doch ein paar freundschaftliche Tipps, mutmaßt die Konkurrenz.

BWT spült mehr Geld in die Kassen

So oder so: Mit der Übernahme durch Lawrence Stroll hat RP wieder Geld in der Kriegskasse. Laut Szafnauer wollte man den Mercedes sogar schon vor Jahren kopieren. Nur fehlte hierzu das Geld. Davon ab agiert neuerdings BWT (statt SportPesa) als Titelsponsor. Entsprechend startet das Team nun als BWT Racing Point. Laut ams ist das Budget um 30 Prozent gewachsen, 140 Millionen Dollar stehen 2020 angeblich zur Verfügung. Mit diesen will man „näher an die Top 3“ rücken, wie Teamchef Otmar Szafnauer verrät. Damit dürfte die Rosaroten auf P4 zielen. Laut Szafnauer sollen zudem beide Piloten mindestens einmal auf das Podium fahren.

Racing Point RP20 2020

Punkte sollen sogar in jedem Rennen her. BWT nutzt die Ansage prompt für sein Marketing: Für jede Platzierung in den Punkten verspricht man einen Brunnen in Gambia, um die Menschen mit sauberen Trinkwasser zu versorgen. Antwort Szafnauer: „Dann müsst ihr 42 Brunnen bauen“. Das wiederum kommentierte Sergio Perez als „mutig“. Szafnauer schränkte dann auch ein, dass schon mal was passieren könne. Vor allem in der ersten Runde, schließlich „fährt Grosjean ja noch mit“.

2021 heißt Racing Point Aston Martin

Die nächste große Neuerung steht übrigens schon 2021 an. Dann startet Racing Point unter dem Branding von Aston Martin. Teambesitzer Lawrence Stroll kaufte sich vor ein paar Wochen nämlich auch beim englischen Sportwagenbauer ein.

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2020 soll es für Racing Point jedenfalls wieder nach vorn gern. Unter der (indischen) Flagge von Force India schaffte das Team 2016 ebenso wie 2017 jeweils P4. Damit war man jeweils Best of the Rest. 2019 reichte es für Racing Point hingegen nur für P7. Doch wie gesagt: Mit Lawrence Stroll ist wieder Geld vorhanden. Schon 2019 baute man aus. Die Mannschaft wuchs von 405 auf 465 Mitarbeiter. Parallel erweiterte man Design, Produktion und CFD. Außerdem arbeitet das gesamte Team nun endlich unter einem Dach.

Perez konnte man ebenfalls schon bis 2023 binden. Der Mexikaner gilt bei der Truppe als feste Größe und holte seit 2014 immerhin fünf Podium. Das letzte in Baku 2018. Sein Nachbar in der Garage ist bekanntlich der Sohn vom Chef. Stroll jr. fährt 2020 übrigens mit US- statt kanadischer Lizenz. Allerdings wegen einer Formalie: der kanadische Verband sagte der FIA Good Bye.

Racing Point RP20 2020

Bilder: Racing Point – Quellen: Racing Point, auto-motor-und-sport.de (Budget)

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