Monza 2019 Sieger: Leclerc, Ferrari, Giovinazzi, Renault, Perez

Monza 2019 Renault Daniel Ricciardo und Nico Hülkenberg

Zweites Rennen, zweiter Sieg in Folge – und zwar mitten im gelobten Ferrari-Land. Logo, Leclerc war in Monza 2019 der ganz große Gewinner. Ebenso wie Ferrari. Oder Renault. Oder Sergio Perez. Und selbst Antonio Giovinazzi.

Ohne große Worte: Charles Leclerc und Ferrari sind die größten Sieger des GP Italien 2019. Nur eine Woche nach seinem Debütsieg in Belgien raste der Monegasse erneut auf das oberste Podest. Wobei der Sieg in Monza wohl deutlich süßer für den Youngster schmeckte. Erstens weil Monza Ferrari-Land ist. Das Rennen im „Königlichen Park“ von Monza ist bekanntlich das Heimrennen der Roten. Neun Jahre – seit Alonso 2010 – fuhr die Scuderia einem Sieg im eigenen Land hinterher. 2019 hat es endlich wieder geklappt. Dank Charles Leclerc. Wie die Tifosi danach außer Rand und Band waren, ist wohl bekannt.

Zweitens: Im Vergleich zu Belgien war der Sieg in Monza härter erkämpft. Vom Start weg hing Hamilton Leclerc im Diffusor. Doch der Monegasse blieb cool. Auch, als später Bottas der Jäger hieß. Der nebenbei bemerkt jüngere und weichere Reifen auf den Achsen hatte. Dennoch: Leclerc brachte das Ding nach Hause und schenkte den Tifosi den ersehnten Heimsieg. Drittens: Erneut hatte der Jungspund Sebastian Vettel im Griff. Einen viermaligen Weltmeister. Der sich jedoch mit einem Dreher – mal wieder – selbst aus dem Rennen nahm. Kein Wunder, dass die Lobeshymnen auf Leclerc vor allem in Italien nicht verstimmen wollen.

Italien 2019: Doppelte Punkte für Renault

Ebenfalls auf der Straße der Sieger: Renault. Schon im Qualifying zeigten die Franzosen auf. Ricciardo stellte seinen schwarz-gelben Rennen auf P5, Hülk seinen gleich dahinter auf P6. Nachdem sich Vettel auf P4 drehte und dann obendrein wegen der unsicheren Rückkehr auf die Strecke eine Strafe kassierte, kamen die Schwarz-Gelben gar auf P4 und P5 ins Ziel. Renault machte damit in Monza 2019 auf einen Schlag satte 22 Punkte gut. Mit anderen Worten: Besser waren die Franzosen im laufenden Jahr noch nie.

Mehr noch: McLaren machte in Monza 2019 nur einen Punkt. Somit holte Renault in einem Rennen 21 Punkte auf. Nur Mercedes (34) sowie Ferrari (25) machten mehr Zähler. Renault jedenfalls liegt nun wieder auf P5 in der WM. Außerdem nur noch 18 Punkte hinter dem Kundenteam. So schnell kann es gehen. Bei noch sieben Rennen ist der Kampf um Platz vier noch lange nicht entschieden. Wobei Renault wohl die Rennstrecke in Monza entgegen kam. Übrigens eine absolute Motorenstrecke. Umso interessanter, dass die Renault so gut abschnitten.

Monza 2019: Perez, Giovinazzi, Kwjat

Auf Seiten der Fahrer konnten mich in Monza 2019 vor allem drei Kandidaten überzeugen. Zum Beispiel Giovinazzi. Im Qualifying Elfter, wegen der Strafe für Räikkönen in der Startaufstellung sogar Zehnter. Im Rennen dann Neunter, womit der Italiener sein WM-Konto gleich mal um 200 Prozent auf drei Punkte aufstockte. Gut, zuvor hatte Giovinazzi auch nur einen Zähler. Egal, denn wie zu hören ist, soll Giovinazzi angeblich auch nächste Saison im Alfa sitzen. Warum auch immer… Ach ja, Ferrari. Alfa Romeo…

Fahrerisch haben mich tatsächlich eher zwei andere Piloten begeistert. Und zwar Perez und Kwjat. Perez ging von P18 ins Rennen, nachdem Racing Point beim Mexikaner etliche Antriebsteile wechseln musste. Dennoch raste Checo auf P7 ins Ziel. Damit nahm Perez sechs Punkte mit. Damit liegen die „Rosanen“ nur noch fünf Zähler hinter Toro Rosso. Das wäre Rang sechs in der WM. Teamintern macht der Mexikaner ebenfalls ein weiteres Mal deutlich, wer der Chef im Hause ist. Wobei Stroll auf seiner Paradestrecke zugegeben böse Pech hatte. Stichwort Vettel.

Kwjat wiederum startete als Zwölfter und musste seinen Toro Rosso in Runde 31 abstellen. Aus der Airbox qualmte es verdächtig. Später hieß es: Ölleck. So oder so: Der Dritte von Hockenheim hatte Gasly im Griff, wobei der Franzose in Monza 2019 durchaus gut unterwegs war und ebenfalls ein (indirektes) Opfer von Vettel wurde. Schade, dass für die Jungbullen nichts Zählbares herauskam.

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Bild: Renault / XPB / James Moy Photography

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