Die Verlierer in Monte Carlo 2019: Haas, Grosjean, Alfa, Leclerc

Monte Carlo 2019 Antonio Giovinazzi

So wie es in Monte Carlo 2019 einige Sieger gab, so gab es es auch etliche Verlierer. Bei den Teams waren das Haas, Alfa Romeo und Racing Point. Bei den Fahrern wiederum Leclerc, Bottas, Grosjean oder Hülkenberg.

Eieiei, was war das F1-Rennen in Monaco für manche Fahrer und Teams doch ein Dilemma. Ferrari zum Beispiel. Wieder waren die Roten klar zu langsam. Silber deutlich vorn. Dass man dann bei Leclerc obendrein das Quali vermasselte und diesen nicht auf einen zweiten Versuch rausschickte, setzt dem Ganzen das berühmte i-Tüpfelchen auf. Nach sechs Rennen ist wohl davon auszugehen, dass der Titel 2019 (mal wieder) über Mercedes geht. Und zwar allein über Mercedes. Weil Ferrari nicht nur zu langsam ist, sondern sich außerdem ständig selbst ein Bein stellt.

Ein weiterer Verlierer in Monte Carlo 2019: Haas. Allerdings hatten die Amis eher Pech. Magnussen stellte seinen schwarz-goldenen Renner auf einen tollen sechsten Platz. Wegen der Strafe für Gasly (+3 Startplätze) rutschte der Däne gar auf Platz fünf vor. Dass Haas und Magnussen diesen Startplatz im Rennen nicht umsetzen konnten, lag allein am Safety Car. Schade für Haas und schade für Magnussen.

Monte Carlo 2019: Alfa Romeo & Racing Point

Quasi Verlierer aus „eigener Kraft“ waren hingegen Alfa Romeo und Racing Point. Alfa sah schon in Barcelona blass aus. Dabei hatten die Schweizer in den ersten vier Rennen jeweils punkten könnten. Monte Carlo 2019 war nun aber schon das zweite Rennen ohne Top 10-Ergebnis. Schlimmer noch: Nach den Startplätzen 14 (Räikkönen) und 18 (Giovinazzi) konnte Alfa Romeo auch im Rennen nicht glänzen. Im Gegenteil: Es ging noch weiter nach hinten. Räikkönen kam als 17. ins Ziel, Giovinazzi als 19. und damit Letzter. So lagen die Alfa hinter beiden Racing Point und einem bzw. sogar beiden Williams. Apropos Williams: Russel war in Monaco einer meiner Gewinner.

Racing Point sah in Monte Carlo 2019 ebenfalls schlecht aus. Gegenüber Force India scheinen die Newcomer noch nicht mal halbwegs in der Spur. Zumal die Rosanen mehr und mehr wie ein One-Man-Team erscheinen. Stroll war mal wieder in Q1 raus, was zugegeben auch für Perez galt. Nach den Startplätzen 17 (Perez) und 18 (Stroll) konnte aber zumindest der Mexikaner halbwegs Akzente setzen. Platz zwölf sind fünf Plätze gewonnen. Stroll dagegen wurde 16,. machte also nur zwei Plätze gut. Egal, Punkte gab es für keinen Racing Point-Fahrer.

Loser Monte Carlo 2019: Bottas & Hülkenberg

Weiter geht es mit den Fahrern. Bottas war einer der zwei, die vor allem Pech hatten. Startplatz zwei knapp hinter Hamilton, top. Beim Start den zweiten Platz gegen Verstappen behauptet, top. Dann aber kam das Safety Car. Erst der „Zwischenfall“ mit Verstappen an der Box, danach prompt ein zweiter Reifenwechsel wegen einer deswegen beschädigten Felge samt Plattfuß. Wobei Bottas noch Glück hatte und wegen dem Safety Car nur auf auf vier zurückfiel. Dass später wegen der Strafe gegen Verstappen der dritte Platz raussprang, war zumindest halbe Wiedergutmachung. Ebenfalls Glück im Unglück, dass er im WM-Kampf gegen Hamilton nur zehn Punkte verlor.

Ein weiterer Verlierer in Monte Carlo 2019: Nico Hülkenberg. Nur Platz elf im Qualifying, während Ricciardo den Renault auf Startplatz sieben bzw. wegen der Gasly-Strafe auf sechs stellte. Im Rennen dann aufgeraucht von einem hirnlos agierenden Leclerc und nur Platz 13. Das war nix.

Monaco 2019: Leclerc, Grosjean, Giovinazzi

Apropos Leclerc: Monte Carlo 2019 war in meinen Augen der Beweis, dass ein weiteres Lehrjahr bei Sauber bzw. Alfa dem Bengel gut getan hätte. Zugegeben: Das Aus in Q3 war Ferraris Schuld. Dass er dann im Rennen den Rambo spielte, sein Fehler. Das Überholmanöver in Rascasse gegen Grosjean, mutig und gelungen. Das gleiche Manöver dann gegen Hülk, gar nicht gelungen. Nicht nur, dass Leclerc sich dabei drehte. Er fing sich außerdem einen Reifenschaden ein. Mit dem zerfetzten Gummi dann wie blöde durch die Häuserschluchten von Monaco zu heizen und die Gummiteile über die Strecke zu verteilen, war einfach nur dämlich. Mit dem anschließenden Safety Car hat Leclerc obendrein vielen das Rennen versaut. Ich sage nur Magnussen oder Ricciardo.

Apropos Grosjean: Der Franzose konnte in Monaco ebenfalls nicht glänzen. Gegen seinen Teamkollegen sah Grosjean schlecht aus. Dass er eine Zeitstrafe wegen Überfahrens der weißen Linie (Boxenausfahrt) kassierte, ein Anfängerfehler. Die Strafe kostete jedenfalls Platz neun. Wobei selbst Platz zehn unverdient war.

Zuletzt Giovinazzi. Wie Leclerc ritt der Italiener in der Rascasse eine Attacke auf Kubica. Diese ging ebenfalls schief. Der Alfa-Pilot drehte den Williams um, womit beide die Strecke versperrten und einen Stau auslösten. Giovinazzi bekam dafür zehn Sekunden aufgebrummt, das Rennen beendete der Italiener als Letzter. Das eigentliche Problem ist aber ein anderes: Giovinazzi ist und bleibt langsam.

So, ich habe fertig. Wer sind deine Verlierer in Monte Carlo 2019? Schreib’ doch einfach einen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.