Gewinner Monaco 2019: Toro Rosso, Honda, Ricciardo, Sainz, Russel

Monaco 2019 Daniel Ricciardo

Gewinner oder Loser? Beim GP von Monaco 2019 gab es natürlich sowohl als auch. Als Sieger sehe ich – neben Mercedes – vor allem Toro Rosso sowie Honda. Außerdem Kwjat, Albon, Sainz, Russel, Magnussen oder Ricciardo.

Erster Sieger in Monaco 2019, logo: Mercedes: Und ja, auch Hamilton. Auch? Ganz ehrlich, dieses Gejammere am Funk wegen neuer Reifen hat mich genervt. Schlimmer noch: Nach dem Rennen hieß es plötzlich, dass er niemals an die Box gekommen wäre. Aha. Von daher, eher Mercedes. Sechster Sieg im sechsten Rennen. Es hätte sogar (wieder) ein Doppelsieg werden können. Was aber Verstappen und Red Bull vermasselten. Egal, Respekt an die Silbernen.

Sieger in Monaco 2019: Toro Rosso und Honda

Wer mir auch sehr gut gefallen hat: Toro Rosso. Honda. Daniil Kwjat. Alexander Albon. Team, Motor sowie Fahrer haben Monaco top umgesetzt. Die Jungbullen holten mit den Plätzen sieben (Kwjat) und acht (Albon) auf einen Schlag zehn Punkte. Damit zog Toro Rosso mit Hass gleich sowie an Renault und Alfa Romeo vorbei. Auf Racing Point fehlt ebenfalls nur ein mickriges Pünktchen. Was soll ich da noch groß sagen?

Also zu Honda. Kurz und knapp: Die Japaner liefern. Vier Autos in den Top 10 waren Honda-befeuert. Somit brachte der Motorenhersteller alle seine Autos in die Punkte. Superb. Gut, Monaco ist nun beileibe nicht die Motorenstrecke. Dennoch: Die Honda-Antriebe haben gehalten. Das war schon mal anders. Überhaupt scheint es bei Honda stetig bergauf zu gehen. Wie mittlerweile übrigens zu hören ist, steckte Verstappen nach dem Boxenstopp im falschen Mapping. Und zwar im Start-Mapping statt im Renn-Mapping. Das Problem: Auf der Strecke war bzw. ist ein Wechsel des Mappings nicht möglich. Wegen der „Kollision“ mit Bottas ging der Wechsel bei Red Bull aber unter, Verstappen vergaß das Mapping in der Hektik ebenfalls. Wer weiß, was mit dem richtigen Renn-Mapping möglich gewesen wäre. Auf der Strecke schien Verstappen jedenfalls klar schneller als Hamilton.

Zurück zu Toro Rosso: Auch das Fahrerduo hat in meinen Augen brilliert. Die Jungs waren top und zeigten Klasse. Kwjat scheint sich endlich im Griff zu haben. Angeblich vermisst sogar Ferrari den Russen als Simulatorfahrer. Und Albon ist tatsächlich die Überraschung, als welche ihn Teamchef Tost vor der Saison prophezeite. Hatte ich ehrlich gesagt nicht erwartet. Aber der Formel 2-Dritte 2018 macht sich richtig gut in der F1.

Monaco-Sieger: Ricciardo, Magnussen, Vettel, Sainz

Ein paar andere sind mit ebenfalls positiv aufgefallen. Ricciardo zum Beispiel. Der Aussie stellte seinen Renault auf den siebten Startplatz. Anschließend rutschte Ric wegen der Strafversetzung von Gasly auf Platz sechs vor. Beim Start kochte der 2018er Monaco-Sieger prompt Magnussen ab, das war Platz fünf. Mega. Dass es dann im Rennen weniger rund lief, war eher dem Safety Car und einer falschen Strategie zu verdanken. Immerhin erbte Ric wegen einer Zeitstrafe für Grosjean dessen neunten Platz und damit zwei Punkte. Teamkollege Hülkenberg hatte Ric jedenfalls klar im Griff. Über vier Zehntel lag Hülk in der Quali zurück, nur Startplatz elf.

Apropos: Magnussen ist für ebenfalls einer der Sieger in Monaco 2019. In der Quali Platz sechs, nach der Gasly-Strafe sogar Startplatz fünf. Das es im Rennen schließlich nur der 14. Platz wurde, ist eine andere Sache. In der Qualifikation trumpfte der Däne ganz fett auf. Top. Der nächste „Sieger“ Vettel ist zugegeben diskutabel. Platz drei im Ferrari scheint derzeit das Maximum, nach der Zeitstrafe für Verstappen sprang sogar Platz zwei raus. Es klingt ein bissel wie Hohn, wenn ich an die Testfahrten im Winter denke, aber damit hat Vettel das bisher beste Ferrari-Ergebnis anno 2018 geholt. Eine Chance gegen Hamilton oder Verstappen hatte der Deutsche allerdings nicht. Ohne den Zwischenfall in der Box hätte zudem Bottas vor Vettel gelegen.

Besser machte es Carlos Sainz. Wie der Spanier in der ersten Runde beide Toro Rosso schnupfte, war Hammer. Platz sechs und acht WM-Punkte waren daher mehr als verdient. Zumal Sainz schon im Qualifying mit Platz neun aufzeigte und Teamkollege Norris das ganze Wochenende im Griff hatte.

Monaco 2019: Perez, Russel und Gasly

Drei Sieger habe ich noch. Erstens Perez. Gut, viel gezeigt hat der Mexikaner in Monaco 2019 nicht. Ging im Racing Point wohl auch nicht. Gegenüber dem letzten Jahr scheint der Force India-Nachfolger nach wie vor noch nicht in der Spur. Das Barcelona-Update hat nix gebracht. Dennoch: Eine Szene machte Checo in Monaco 2019 zum Helden. Nach der Ausfahrt aus der Box tauchten vor dem Racing Point plötzlich zwei Streckenposten auf, welche die Strecke querten. Der eine konnte sich retten, der andere quasi „bremsen“. Perez blieb cool, raste mitten durch die zwei. Ein anderer hätte vielleicht versucht auszuweichen – und dabei zumindest einen der Streckenposten über den Haufen gefahren.

Zweitens Russel. Der Youngster kann im Williams 2018 kaum glänzen. In Monaco aber doch. Mit Platz 15 ließ der Formel 2-Champ von 2018 Stroll im Racing Point, beide Alfa Romeo sowie Teamkollege Kubica hinter sich. Stroll hätte Russel übrigens selbst ohne dessen Zeitstrafe (5 s) hinter sich gelassen. Von daher: Eine Topleistung in einem sonst bekanntlich hoffnungslos unterlegenen Williams FW42.

Drittens Gasly. Platz fünf ist das bisher beste Ergebnis des Franzosen im Red Bull. Wobei dieses durchaus zu relativieren ist. Zum einen in Bezug auf die Ergebnisse von Verstappen. Zum einen mit Blick auf 2018, als Gasly in Bahrain sogar den vierten Platz einfahren konnte. Damals natürlich noch im Toro Rosso. Im Red Bull müsste also mehr kommen. Glanzpunkte konnte der Youngster bisher nur sehr sehr wenige setzen. Im Vergleich zum Teamkollegen sieht Gasly kein Land. Dennoch: Der Franzose zeigt einen Aufwärtstrend.

Das war’s. Wer sind deine Sieger in Monaco 2019? Lass’ es mich wissen…

Bild: Renault / XPB / James Moy Photography

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