GP von Belgien 2019 Sieger: Leclerc, Albon, Hülkenberg, Kwjat

GP Belgien Sieger: Leclerc, Ferrari, Albon, Hülkenberg, Kwjat

Jaaaa, endlich durfte sich Charles Leclerc in die Siegerliste der Formel 1 eintragen. Neben den Monegassen gab es beim GP von Belgien 2019 allerdings noch ein weitere Gewinner. Ferrari zum Beispiel. Hülkenberg. Albon.

Logo, der ganz große Sieger in Belgien 2019 heißt Charles Leclerc. Keine Frage. Nachdem der Jungspund in Bahrain sowie Österreich nur knapp am ersten großen Triumph scheiterte, hat es auf der legendären Ardennen-Achterbahn endlich geklappt. Erster in allen Trainings – außer im ersten -, Erster in der Quali, Erster im Rennen. Seine dritte Pole Position konnte der Monegasse endlich in einen Sieg ummünzen. Absolut verdient. Zumal Leclerc die letzten Runden Lews Hamilton im Nacken hatte, dessen Silberpfeil im Rennen dann doch wieder deutlich näher dran war als im Qualifying. Doch Leclerc ließ sich nicht beirren und fuhr den Sieg nach Hause. Obwohl nur ein Tag zuvor mit Anthoine Hubert ein Jugendfreund tödlich verunglückte.

Der letztjährige Sauber-Pilot kürte sich in Spa jedenfalls zum jüngsten Ferrari-Sieger aller Zeiten. Ganz nebenbei beendete Leclerc die Durststrecke der Roten, die seit Oktober 2018 und Räikkönen in Austin auf einen Sieg warten mussten. Auf der Highspeed-Strecke in Spa-Francorchamps konnte Ferrari sein Paket aber endlich mal umsetzen und den SF90 zum Siegerauto küren. Respekt. Und Glückwunsch nach Maranello.

Nach Rausschmiss: Hülkenberg glänzt in Spa

Meinen nächsten Sieger hatte ich eigentlich auf der Liste der Verlierer. Weil er zum Ende der Saison sein Cockpit verliert. Kurz vor dem GP von Belgien 2019 ließ Renault die (nicht unerwartete) Bombe platzen und benannte Eseteban Ocon als zweiten Stammfahrer für 2020. Dennoch zeigte Hülk in Spa ein tolles Rennen. In der Quali zwar (wieder) langsamer als Ricciardo und wie dieser von einer Strafversetzung (Motorwechsel) gebeutelt, schaffte Hulk P8 und damit vier WM-Punkte. Ricciardo kam nur als 14. ins Ziel. Obwohl der Aussie von P10 ins Rennen ging, Hülk hingegen von P12. Dafür setzte der Deutsche auf zwei Stopps (Runde 11 sowie 31). Ricciardo stoppte nur einmal und zwar gleich ein Runde eins, wo der Aussie einen Reparaturstopp einlegen musste. Am Ende des Rennens waren dann die Reifen hinüber – und Hülkenberg vorbei. In der WM liegen die zwei mit 22 (Ric) zu 21 (Hülk) übrigens gleichauf.

Ebenfalls top: Neo-Red-Bull-Fahrer Alex Albon. Ich habe ehrlich gesagt ein bissel mitgezittert. Talent hat der mir vor 2019 noch vollkommen unbekannte Brite mit thailändischen Wurzeln definitiv. Dennoch war der Hauruck-Wechsel zu Red Bull ein Sprung ins kalte Wasser. Alex hat es aber hinbekommen. Okay, nur 17. in der Startaufstellung, aber das wegen einem Antriebswechsel. Im Rennen kannte der Rookie dann nur eine Devise: nach vorn. Am Schluss kam P5 heraus. Mehr ging nicht. Okay: Albon profitierte von den Ausfällen von Verstappen und Norris. Dennoch zeigte der Jungspund tolle Überholmanöver. Außen an Ricciardo vorbei, halb auf dem Gras an Perez. Top! Fahr’ weiter so, Alex!

GP von Belgien 2019: Perez und Racing Point

Apropos Perez: Das Abdrängen von Albon war sicher nicht ganz sauber. Auch die Stewards schauten sich die Szene noch mal an. Eine Strafe gab es dennoch nicht. Frei nach dem mittlerweile wieder stärker geltenden Motto: Let them race! Gute Entscheidung, das Manöver war hart, aber das, was der Fan sehen will. Einfach gute Action. Perez ging jedenfalls von P7 ins Rennen und raste nach 44 Runden als Sechster über die Ziellinie. Macht acht Punkte, mit denen Checo in der WM Stroll überholen konnte. Die Hackordnung bei Racing Point hat der Mexikaner damit quasi wieder hergestellt.

Wobei Stroll als Zehnter ebenfalls Punkte einfahren konnte und damit den „Rosanen“ ein doppeltes Punkteergebnis bescherte. Das neuerdings kanadische Team hat diese nach einer bisher eher verkorksten Saison bitter nötig. Mit einem Schlag konnte die Truppe Alfa Romeo überholen und liegt nur noch drei Punkte hinter Renault auf Platz sieben der WM. Ob das so bleibt, bezweifle ich allerdings. Alfa hatte böse Pech mit dem Verstappen-Rempler gegen Kimi gleich in Kurve eins. Trotzdem: Racing Point ist einer meiner Sieger beim GP von Belgien 2019.

Spa-Francorchamps 2019: Toro Rosso, Kwjat, Gasly

Ebenfalls doppelt Punkte durfte Red Bulls Juniorteam Toro Rosso mit nach Hause nehmen. Kwjat fährt derzeit eh bärenstark. Nach dem tollen dritten Platz in Hockenheim raste der Russe beim GP von Belgien 2019 als Siebter über die Ziellinie. Wieder sechs Punkte. Obwohl Kwjat nur von P19 (!) ins Rennen ging. Entsprechend machte Kwjat ganze zwölf Plätze gut. Klar, auch dem Rissen kamen die Ausfälle von Verstappen, Sainz und Norris zugute. Dennoch musste der den Toro Rosso erst mal ins Ziel fahren. Und dabei auch noch nach vorne kommen. Das hat Kwjat prima hinbekommen. Wenn ich ehrlich bin, wunderte es mich sogar, dass Red Bull Gasly durch Albon und nicht Kwjat ersetzte. Von der Erfahrung hätte ich eher auf den Russen gesetzt. Was aber nicht gegen Albon sprechen soll.

Wobei mich auch Gasly – nach langer Zeit mal wieder – positiv beeindrucken konnte. So schlecht der Franzose bei Red Bull performte, so glänzte er doch prompt bei Toro Rosso. In FT1 und FT2 noch drei bzw. zwei Zehntel langsamer als Kwjat, war Gasly in FT3 plötzlich schneller. Ebenso wie auch im Qualifying. Zumal Gasly wegen etlicher Strafen von P16 gar auf P13 vorrückte. Im Rennen schaffte Gasly P9 und heimste damit zwei Punkte ein. Zugegeben kam der Franzose zwei Plätze hinter Kwjat ins Ziel, doch der Russe kennt den Toro Rosso seit Anfang der Saison. Gasly kam zudem recht früh zum Service. Und zwar in Runde 13. Kwjat blieb bis Runde 24 draußen. Von daher: Gut gemacht, Pierre!

Wer waren deine Sieger beim GP von Belgien 2019? Schreib’ doch einen Kommentar!

Bild: Ferrari

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