GP Ungarn 2020: Hamilton gewinnt zum achten Mal

GP Ungarn 2020: Hamilton gewinnt zum achten Mal

Es war von vornherein klar: Der Sieg beim GP Ungarn 2020 führte über Mercedes. Entsprechend erlebte die noch junge Saison nach der Steiermark heute die nächste Hamilton-Show – mit dessen achten Sieg in Budapest…

Schon im Qualifying schockten die Schwaben: Ham stellte seinen mittlerweile schwarzen Silberpfeil eine Zehntel vor Bottas auf Pole. Stroll auf P3 war bereits neun Zehntel (!) weg. Ferrari verlor 1,3 s, Red Bull 1,4 s. Oh je… Die Top 10 der Startaufstellung zum GP Ungarn 2020 hießen jedenfalls Ham, Bottas, Stroll, Perez, Vettel, Leclerc, Verstappen, Norris, Sainz, Gasly. Gasly feierte in Ungarn übrigens seinen 50. Grand Prix. Zu feiern hatte der Franzose dennoch nicht viel. Honda pflanzte ihm zum erst dritten Rennen schon den zweiten Motor ein.

Ebenfalls interessant: Bis auf Mercedes und Racing Point auf Medium – sprich P1 bis P4 – startete das Feld auf dem Soft. Laut Pirelli-Chef Mario Isola versprach jedoch der Start auf dem Medium und ein Wechsel auf dem Soft in Runde 35 bis 40 die schnellste Strategie. Zum Start war das aber egal: Die Strecke war feucht. Entsprechend ging das Feld geschlossen auf dem Intermediate ins Rennen. Einzige Ausnahme: Magnussen auf dem Full Wet. Die Haas rollten allerdings nach der Aufwärmrunde – also vor dem Start – an die Box und zogen Slicks auf.

GP Ungarn 2020: Bottas versemmelte Start

Bottas verpennte den Start, prompt waren die Ferrari und Verstappen vorbei. Wobei der Niederländer schon vor dem Start ein Debakel erlebte: Verstappen flog auf der Outlap (!) in Runde 12 ab, weg war der Frontflügel. Die Red Bull-Mannen aber kippten sich wohl schnell einen ihrer Energy Drinks hinter die Binde und schafften tatsächlich die Reparatur. Respekt. Bottas jedenfalls war nur noch Sechster, Verstappen dafür Zweiter. Die Top 10 nach der ersten Runde: Hamilton führte vor Stroll, Verstappen, Vettel, Leclerc, Bottas, Perez, Sainz, Ricciardo sowie – Latifi. Oha. Nach zwei Runden rollte schon der Erste an Box: Kwjat wechselte wie die Haas auf Slicks. Das fand schnell Anklang. Anfangs der dritten Runde kamen Leclerc (Soft) und Bottas (Medium) zum Service. Eine Runde später außerdem Hamilton (Medium), Stroll, Vettel, Perez, Sainz, Albon, Latifi. Bei Vettel ging was schief, der Deutsche stand 9 s. Das passt zur aktuellen Form der Roten…

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Schwupps suchten auch Verstappen, Ricciardo, Ocon, Norris, Russel und andere den Service auf. Die beiden Haas fanden sich somit plötzlich auf P3 (Magnussen) und P4 (Grosjean) wieder. Die Strategie war aufgegangen. Zur siebten Runde gaben die Stewards DRS frei, prompt schnupfte Stroll Grosjean auf P4. Die Top 10 hießen nun Ham vor Verstappen, Magnussen, Stroll, Grosjean, Leclerc, Bottas, Vettel, Albon, Perez. Kurz darauf wagte Bottas eine Attacke auf Leclerc, der aber prompt konterte. Dennoch beschwerte sich der Monegasse über seine Reifen.

Ungarn: Bottas arbeitete sich nach vorn

Eine Runde später war Bottas doch vorbei. Derweil gab es die ersten Strafen. Räikkönen und Latifi bekamen jeweils 5 s aufgebrummt. Räikkönen stand – weil die Haas fehlten – beim Start auf dem falschen Platz, Latifi wurde ein unsafe release beim Stopp zum Verhängnis. Schade. Über Bottas hing ebenfalls das Damoklesschwert. Vor dem Start war der Renner des Finnen verdächtig geruckt, das könnte als Frühstart gelten. Doch Entwarnung: Eine Strafe gab es nicht. Stattdessen schnappte sich der 2019er Vizemeister Grosjean auf P5. Vettel wiederum kam kurz von der Strecke ab, damit war Albon vorbei.

In Runde 13 machte Mercedes Hoffnung auf Spannung. Per Funk teilten die Mannen an der Box Hamilton, dass man Regen auf dem Radar habe. Apropos Ham: Der hatte mittlerweile 10 s Vorsprung auf Verstappen. Wenig später schnupfte Stroll Magnussen auf P3. Ebenso wie kurz darauf Bottas. Parallel kam Gasly an die Box. Dessen brandneuer Honda im Heck sagte mit viel Qualm Sayonara. Ebenfalls mit Honda-Power jagte derweil Albon Leclerc, der aber nicht am Ferrari vorbeikam. Fast schon verzweifelt bettelte der Brite mit thailändischen Wurzeln um mehr Power. Die war bitter nötig, denn dem Duo Leclerc-Albon hing ein ganzer Zug im Diffusor. Vettel, Perez, Ricciardo sowie Sainz schienen allesamt schneller als Bremsklotz Leclerc. Endlich kam Albon am Monegassen vorbei, schon war auch Vettel an Leclerc dran. Der Deutsche machte kürzeren Prozess als Albon – und war ebenfalls an Leclerc vorbei. Zwei Runden später musste dieser auch Perez ziehen lassen und jammerte am Funk, dass der linke vordere Reifen tot sei.

GP Ungarn 2020: Regen, der nicht kam…

Kurz darauf steuerte Leclerc in Runde 22 seine Box an und holte sich einen frischen Satz Hard ab. Danach war der Monegasse nur noch 15. Ferrari machte zudem auf Mercedes und funkte an Vettel, dass es in 10 Minuten regnen würde. Kurz darauf funkte auch Red Bull an Albon: Regen in acht Minuten. Recht sollte weder Mercedes noch Ferrari noch Red Bull haben: Der Regen kam und kam nicht.

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Stattdessen kam Vettel in Runde 31 an die Box, wechselte auf den Hard und war danach Zwölfter. Perez wiederum schnupfte Ende Start-Ziel Grosjean, das war P7. Schnellster war jetzt allerdings Vettel, der gerade die schnellste Runde fuhr. Teamkollege Leclerc balgte sich derweil mit Norris – um P13. Grosjean wiederum verloren einen weiteren Platz an Ricciardo. Für die Haas ging es somit Runde um Runde nach hinten. In Runde 34 kam Bottas rein, der Finne ließ sich den Medium aufziehen. Eine Runde später funkte Hamilton: „Ich sehe Regenpfützen“. Dennoch wechselte Albon vom Medium auf den Hard, blieb also auf Slicks. Ebenso wie Grosjean, Stroll, Magnussen, Perez, Norris, Verstappen. Der Niederländer bekam wie sein Teamkollege den Hard.

Wo bleibt der Regen beim GP Ungarn 2020?

Dann funkte Mercedes an Hamilton: Box, Box, Box. In Runde 38 kam der Champ rein – und erhielt den Medium. Das wurde einfach nichts mit dem versprochenen Regen in Mogyoród. Dafür war Halbzeit, die Top 10 hießen Hamilton vor Verstappen und Bottas, Stroll, Ricciardo, Sainz, Vettel, Albon, Magnussen, Perez. Checo schnupfte aber kurz darauf Magnussen auf P9. Richtig schnell war derweil jedoch Bottas unterwegs.

Dann machte Williams Mut auf Regen. Funkspruch an Russel: „Wir erwarten Regen in neun Runden“. Doch auch dieser Regen sollte nicht kommen. Selbst wenn Latifi just in dem Augenblick von der Strecke kreiselte. Viel interessanter war aber der Kampf um P2. Bottas kam Verstappen immer näher. In Runde 47 lag der Finne dann im DRS-Fenster. Doch drei Runden später bog Bottas in die Box ab und holte sich einen neuen Satz Hard. Wenig zu lachen hatte außerdem Leclerc. Dem Monegassen hing Sainz im Heck, der mächtig Druck machte. Vettel dagegen war nun Fünfter, nachdem Ricciardo kurz zuvor beim Service war.

Vettel der bessere Ferrari in Budapest

Tatsächlich war Vettel heute der klar bessere Ferrari. Leclerc schien dagegen verzweifelt. In Runde 50 leistete sich der Monegasse einen Verbremser, der zehnte Platz war mehr und mehr in Gefahr. Noch konnte sich der Youngster aber halten. Deutlich weiter vorn holte währenddessen Bottas mit den berühmten Sieben-Meilen-Stiefeln auf Verstappen auf. Lag der Finne zur 50. Finne noch fast 23 s zurück, waren es vier Runden später nur 17 s. Zumal Bottas nach hinten Luft hatte. Stroll hatte sich gerade noch mal einen Satz frischer Hards abgeholt. Bis auf Hamilton, Ricciardo und Russel (Medium) sowie Latifi (Soft) waren übrigens alle auf dem harten Gummi unterwegs.

Zur 60. Runde kam neue Spannung auf. Bottas lag keine 10 s mehr zurück. Leclerc wiederum musste sich endgültig Sainz beugen. Der Spanier eroberte P10 und fuhr seinem kommenden Teamkollegen zur Saison 2021 direkt davon. Vettel war nun ebenfalls in Bedrängnis, Albon hing im DRS-Fenster. Schließlich standen noch drei Runden an. Bottas war bis auf 2 s an Verstappen dran. Albon packte Vettel, der zudem prompt Perez im Heck hatte. Hamilton wiederum fasste noch mal einen frischen Satz Soft ab. Letzte Runde: Hamilton hatte gerade die Rundenzeit auf 1:17,497 gedrückt und raste auf das Duo Vettel-Perez zu. Schon war Ham am Mexikaner vorbei, dann am Deutschen. Wenige Meter später fiel die schwarz-weiße Flagge, die Vettel wohl rettete. Ebenso wie Verstappen auf P2 vor Bottas.

Hamilton siegt in Ungarn jedenfalls zum achten (!) Mal. Damit stellte der Brite einen Rekord von Michael Schumacher ein, der ebenfalls acht mal in Magny-Cours triumphierte. Hamilton und Schumacher teilen sich nun also den Rekord mit den meisten Siegen bei einem Grand Prix…

Nachspiel beim GP Ungarn 2020: Strafe für Haas

Nachspiel für Haas. Da die Amerikaner beide Fahrer in der Aufwärmrunde per Funk an die Box baten, gibt es eine Strafe. Denn in der Aufwärmrunde muss der Fahrer das Auto laut Artikel 27.1 „allein und ohne fremde Hilfe steuern“. Anweisungen vom Team sind in der Aufwärmrunde vor dem Start verboten. Beide Fahrer kassieren daher nachträglich 10 s. Magnussen rutscht von P9 auf P10 ab, Grosjean von P15 auf P16.

Bild: Daimler

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