Barcelona 2019 Gewinner: Mercedes, Honda, Kwjat, Verstappen

GP Spanien - Barcelona 2019 Mercedes

Das fünfte Rennen der aktuellen F1-Saison war ein Langweiler. Ein paar Sieger gab es in Barcelona 2019 dennoch. Logisch, dass vor allem Mercedes zu nennen ist. Aber auch Honda, Kwjat, Haas oder Verstappen.

Formel Gähn in Barcelona: Im Grunde hätte es gereicht, Start und das letzte Viertel zu sehen. Dazwischen war quasi nix los, Langeweile pur. Trotzdem: Wie Mercedes der Formel 1 aktuell seinen Stempel aufdrückt, Respekt. Dass alle anderen hinterherhinken, dafür kann die Marke mit dem Stern nichts. So oder so: Fünf Doppelsiege im fünften Saisonrennen sind (erneut) Rekord. Dabei hatte Mercedes erst in Baku mit vier Doppelsiegen im vierten Rennen den alten Rekord gebrochen. Jetzt brechen die Silbernen halt ihre eigene Rekorde. Auch eine Idee. Deswegen muss ich zwar kein Mercedes-Fan sein, die Leistung kann ich aber anerkennen.

Das gilt ebenso für Lewis Hamilton. Ob ich will, dass der Brite die Rekorde von unserem Schumi bricht? NEIN. Trotzdem: Lewis hat mal wieder abgeliefert. Sieg #76. Valtteri wäre mir als Sieger lieber gewesen, abschreiben tue ich den Finnen aber nicht. Wie übrigens zu hören ist, ist die bis dato gute Stimmung der Teamkollegen nicht mehr ganz so gut. Uns Fans kann das nur recht sein, ein Seriensieger – egal ob Lewis, Valtteri, Sebastian oder wer auch immer – macht die Sache nur noch langweiliger. Das war aber schon bei Schumi oder Vettel so.

Sieger in Barcelona 2019: Honda und Verstappen

Ebenfalls abgeliefert hat Honda. Bei McLaren waren die Japaner der große Buhmann, weil ja das Chassis der Briten (angeblich) so gut war. Mit Red Bull hingegen feierte Honda in Barcelona 2019 – nach Australien – das zweite Podium. Gut, es war wieder „nur“ ein dritter Platz. Dennoch: Podium ist Podium. Mehr noch: Red Bull-Honda hatte Ferrari im Griff. Der dritte Platz geht auf die eigene Kappe, ist aus eigener Kraft entstanden. Da kann ich nur gratulieren. Ich freue mich schon auf den ersten Honda-Sieg der Neuzeit und hoffe, dass dieser noch dieses Jahr passiert. Dr. Marko hatte ja vor der Saison (großspurig) mindestens fünf Siege versprochen. Dran glauben mag ich zwar nicht, aber wer weiß.

Ein Kompliment geht außerdem an Verstappen. Sauber gefahren, aus allen rausgehalten, dafür Gas gegeben. Der Niederländer scheint endlich die nötige Reife zu haben. War bekanntlich nicht immer so. Mit 19 Prozent aller Stimmen kürten die Fans „Mad Max“ übrigens zum Fahrer des Tages. In meinen Augen etwas übertrieben, wenn ich da zum Beispiel an Daniil Kwjat denke. Egal, seinen Teamkollegen Pierre Gasly hatte Verstappen erneut im (Würge)Griff. Von daher gilt wie bei Hamilton: Der Niederländer fuhr ein, was maximal möglich war.

GP Spanien: Kwjat, Haas und Magnussen

Apropos Kwjat: Der Russe war in Barcelona 2019 richtig gut drauf. Eine Topleistung, die leider der zweite Boxenstopp etwas versaute. Hier ließ Toro Rosso leider böse Zeit liegen. Warum? Weil die Jungbullen die falschen Reifen parat hielten. Statt die Schlappen für Kwjat hatte Toro Rosso die für Albon hingelegt und musste daher erst die richtigen Gummis holen. Peinlicher Fehler? Aber so was von. Zumal dieser erst Kwjat ein paar Sekunden (und wohl Platz acht oder gar sieben) kostete, dann ebenso Albon. Der Thai fiel wegen dem Malheur gar aus den Punkten. Nicht sein Fehler, sondern der von Toro Rosso. Kwjat hat mich in Barcelona 2019 jedenfalls überzeugt. Wenn er jetzt noch konstant liefern kann…

Konstanz ist ein gutes Stichwort und zwar für Haas. Endlich waren die Amis nicht nur in der Quali schnell, sondern auch im Rennen. Möglich waren sogar die Plätze sieben und acht. Da sich die Fahrer aber nicht so richtig einig waren und Grosjean gleich zwei Attacken auf Magnussen versemmelte – nachdem dieser ihn nach dem Safety Car schnupfte -, ist ein anderes Thema. Dass sich der Franzose dabei seinen Unterboden ramponierte und nur mit Mühe Albon abwehren konnte, ebenfalls. Teamchef Günther Steiner soll sich seine beiden Piloten nach dem Rennen übrigens prompt zur Brust genommen haben. Dennoch: Haas holte endlich mal wieder Punkte. Dass die Amis ein schnelles Autos, bezweifelte hingegen niemand.

Magnussen hat jedenfalls im Haas das geholt, was möglich war. Ganz im Gegensatz zu Grosjean mit seinen zwei wilden Attacken samt Abflügen. Da wäre mehr möglich gewesen. Nach neun Jahren in der Formel 1 sollte der Franzose abgebrüht genug sein. Sollte. Der Däne machte es besser. Erst Grosjean abgekocht, danach die Position gehalten. Best of the rest, mehr ging nicht.

Wer sind deine Gewinner in Barcelona 2019?

Bild: Daimler

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