GP Österreich 2020: Bottas siegt vor Leclerc & Norris

GP Österreich 2020: Bottas siegt vor Leclerc & Norris

Das Warten auf die neue Saison hat sich gelohnt: In einem actiongeladenen GP Österreich 2020 siegte Bottas vor Leclerc und Norris. Geprägt wurde das Rennen von drei Safety Car-Phasen sowie vielen Ausfällen.

Den Grundstein für seinen Sieg legte Bottas bereits gestern im Qualifying. Pole Position, wenn auch verdammt knapp (0,012 s) vor Lewis Hamilton. Der Brite bekam nachträglich aber Ärger, hatte dieser doch bei einem Abflug von Bottas die gelbe Flagge missachtet. Nach einer ersten Freisprechung folgte heute Mittag die Strafe: drei Startplätze zurück. Außerdem kassierte der Champ zwei Strafpunkte. Die Top 10 des GP Österreich 2020 hießen somit Bottas vor Verstappen, Norris, Albon, Hamilton, Perez, Leclerc, Sainz, Stroll und Ricciardo. Vettel startete lediglich als Elfter.

Spielberg: früher Ausfall von Verstappen

Beim Start schenkten sich die 20 Jungs nichts. Bottas blieb vorn, dahinter gab es Gerangel und erste Angriffe. Vettel kassierte Ricciardo, war damit immerhin Zehnter. Zur dritten Runde erfolgte die Freigabe des DRS. Jetzt ging es richtig rund. Albon ritt direkt eine Attacke auf Norris und war damit neuer Dritter. Eine Runde später musste sich der McLaren auch Hamilton ergeben. Dieser machte gleich Jagd auf Albon. Zur neunten Runde dann der Angriff, Ham war neuer Dritter.

Dann der erste Ausfall: Verstappen tuckerte plötzlich im Bummeltempo um den Red-Bull-Ring. In Runde 13 steuerte Mad Max seine Box an, tauschte das Lenkrad. Dennoch stockte der Red Bull beim Losfahren. Das war’s. Derweil gab Hamilton Gas, der Brite lag 7,8 s hinter Bottas. Stroll wiederum hatte Probleme und funkte an seine Box: „no power“. Da muckte also der Mercedes-Antrieb. Hamilton war’s egal, stattdessen schrumpfte der Brite seinen Rückstand auf Bottas in drei vier Runden auf 6,8 s.

GP Österreich 2020: Ricciardo rollt aus…

Etwas weiter hinten gab es den nächsten Ausfall: Ricciardo machte den Verstappen und schleppte seinen Renault an die Box. Das Aus für den Dauergrinser aus Down Under. Stroll musste sich derweil Vettel beugen, der dem Kanadier prompt davon zog. In Runde 20 ging dann auch das AlphaTauri-Duo Gasly und Kwjat am Racing Point vorbei. Damit lagen die Jungbullen auf P9 und P10. Hamilton knallte derweil eine schnellste Runde nach der anderen hin. Abstand auf Bottas: runde 6,0 s. Gleichzeitig stellte Stroll seinen waidwunden Renner in der Box ab. Der dritte Ausfall beim GP Österreich 2020.

Die regulären Boxenstopps eröffnete zur selben Zeit Grosjean, wenn auch nicht ganz freiwillig. Der Franzose in Haas-Diensten legte in Turn 4 einen Dreher hin und holte sich daher einen Satz frischer Gummis ab. In der gleichen 22. Runde funkte Ferrari Leclerc an: Box, Box, Box. Doch der Monegasse kam nicht rein, die Ferrari-Mannen schleppten die Walzen wieder rein. Mittlerweile lag Hamilton nur noch 5,0 s hinter Bottas. Das wurde enger und enger. Zumal der Brite jetzt richtig Gas gab. Zur 25. Runde hatte Bottas nur noch 3,8 s Vorsprung.

Magnussen löst erstes Safety Car aus

Doch das war egal. Denn Magnussen rauschte bei einer Attacke von Ocon in Runde 26 einfach geradeaus ins Kiesbett. Der vierte Ausfall – sowie das erste Safety Car. Ohne Zögern rollte das Feld quasi geschlossen in die Box. Bottas, Hamilton, Albon, Norris, Perez, Leclerc, Sainz, Vettel, Gasly, Kwjat, Ocon; alle drin. Beim rausfahren waren sich dann Perez und Norris uneins. Das schaute nach einem unsafe release aus. Oh je…

In Runde 31 gab die Rennleitung wieder grün. Sainz nutzte die Chance, attackierte Leclerc, kam nicht vorbei – und krachte mit Vettel zusammen. Der drehte sich und war danach nur noch 15. Eine Strafe gab es für keinen. Perez zeigte, wie es richtig geht und schnappte sich Norris auf P4. Die Hälfte des Rennen war damit gefahren, Bottas führte nach wie vor. Hamilton hing dem Finnen allerdings im Diffusor. Rückstand: 0,5 s. Doch Mercedes funkte dem Champ dazwischen. Erst bat man Bottas, sich von den Kerbs fernzuhalten, dann Hamilton. Angeblich hatten die mittlerweile schwarzen Silberpfeile – eine Aktion für Black Lives Matter – Sensorprobleme. Und zwar an beiden Autos. Na klar doch…

GP Österreich 2020: etwas Langeweile…

Grosjean wiederum kassierte derweil die schwarz-weiße Flagge (Verwarnung). Der Franzose nahm es mit den Tracklimits nicht so genau. Mercedes führte jedenfalls im Doppel. Albon auf P3 lag schon wieder 6,0 s zurück. Nun kam erst einmal etwas Langeweile auf. Bis Runde 50 plätscherte der GP Österreich 2020 wenig ereignisreich vor sich hin. Dann sorgte Grosjean für neue Action. Der Franzose zeigte eine Rallyeeinlage und fuhr nach dieser direkt an die Box. Aus. Bremsprobleme. Schon wieder? Zur gleichen Zeit rollte außerdem Russel aus. „No power“ funkte der Brite zur Erklärung. Damit war Vettel 13.

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Bottas hätte auf den Ausfall sicher verzichten können, löste dieser doch das zweite Safety Car aus. Diese Phase nutzten erneut einige zum Stopp. Und zwar Leclerc, Norris, Sainz, Kwjat, Räikkönen, Albon, Vettel oder Latifi. Die Silberpfeile blieben dagegen draußen. Interessant: Bottas (P1) sowie Hamilton (P2) rollten auf dem Hard um den Red-Bull-Ring. Albon (P4) ließ sich stattdessen den Soft aufziehen, Perez (P3) blieb auf dem Medium. Der Vorteil lag somit beim Thailänder. Die Top 10 in Runde 53 hießen übrigens Bottas, Hamilton, Perez, Albon, Norris, Leclerc, Gasly, Sainz, Ocon, Giovinazzi.

Red-Bull-Ring: Albon krallt sich Perez

In Runde 55 gab es wieder grün. Albon nutzte prompt seinen Soft und schnappte sich Perez auf P3. Doch schon gab es erneut ein Safety Car. Bei Räikkönen hatte sich vor Start und Ziel das rechte Vorderrad verabschiedet. Entsprechend parkte der Finne seinen Alfa Romeo als Dreirad mitten auf der Zielgeraden. Das dritte Safety Car. Das erlebten übrigens nur noch 13 Piloten. In Runde 60 kam das Safety Car jedenfalls wieder rein. Albon ritt prompt eine Attacke auf Hamilton, setzte sich außen (!) in Turn 4 neben den Briten – und rauschte ins Kiesbett. Der Champ hatte den Red Bull abgedrängt. Obwohl dieser eigentlich schon vorbei war. Kein Wunder also, dass sich die Kommissare das genauer ansahen.

Leclerc machte es besser. Erst schnappte sich der Monegasse in Runde 64 Norris, in Runde 66 außerdem Perez. Damit war Leclerc Dritter. Zur gleichen Zeit brummten die Stewards Hamilton fünf Strafsekunden auf. Verdient. Für Ham wurde es nun jedenfalls verdammt eng. Leclerc auf P3 (bzw. P2) lag im Fenster, Perez (P4) sowie Norris (P5) waren nah dran. Norris balgte sich übrigens böse mit Teamkollege Sainz. Bei noch fünf Runden schaute es für Hamilton jedenfalls noch nach P3 aus. Zumal der Brite Gas gab und eine neue schnellste Runde in den Asphalt brannte.

Bottas gewinnt GP Österreich 2020…

Das Problem Perez löste sich quasi von selbst. Checo bekam wie Ham fünf Strafsekunden, der Mexikaner war zu schnell in der Boxengasse. Damit war nun Norris der P3-Jäger. Wobei sich dieser gerade knallhart an Perez vorbei auf P4 gedrängelt hatte. Etwas weiter hinten hatte sich außerdem Vettel Kwjat auf P10 geschnappt. Zur selben Zeit wurde Albon langsamer. Aus für den zweiten Red Bull. Eine Runde später schlitterte auch Kwjat geradeaus. Dem Russen hatte es hinten links den Reifen zerfetzt.

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Letzte Runde: Sainz krallte sich Perez, während Bottas das erste Saisonrennen 2020 gewann. Dahinter Hamilton und Leclerc. Norris jedoch verkürzte seinen Abstand auf Hamilton – dank schnellster Rennrunde – auf 4,8 Sekunden. Damit flog Ham vom Podium. Die Top 10 des GP Österreich 2020 heißen somit Bottas vor Leclerc und Norris. Dahinter: Hamilton, Sainz, Perez, Gasly, Ocon, Giovinazzi, Vettel. Elfter und Letzter wurde Rookie Latifi, der allerdings ohne Punkte bleibt.

Bild: Daimler

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