Gewinner in Aserbaidschan 2019: Bottas, Perez, Räikkönen

Die Gewinner in Aserbaidschan: Bottas, Perez, Räikkönen

Gut, im Gegensatz zu 2018 und 2017 war der diesjährige Grand Prix von Aserbaidschan 2019 langweilig. Egal, denn einige Gewinner gab es trotzdem. Neben Bottas zum Beispiel Perez, Räikkönen oder Gasly.

Der große Sieger in Baku ist auch der tatsächliche Sieger: Valtteri Bottas. Pole und Sieg. Den Angriff von Hamilton beim Start abgeblockt. Ebenso wie später in der Schlussphase. Nach dem Katastrophen-Jahr 2018 glaubten viele nicht an eine Wiederauferstehung des Finnen. Ich schon. Prompt gewann Bottas in Australien. Und zwar deutlich. Es folgten zwei zweite Plätze in Bahrain und China – hinter Hamilton. Schon schrieben einige den Finnen erneut ab. In Baku gab Bottas die Antwort. Und übernahm wieder die WM-Führung. Ob das so bleibt? Keine Ahnung. Hamilton ist – ob ich ihn nun mag oder nicht – ein verdammt schneller Fahrer, der außerdem immer zur Stelle ist. Unfehlbar ist der Brite dennoch nicht, wie Rosberg 2016 bewies.

Baku 2019: Führt die WM allein über Mercedes?

Ebenfalls ein Gewinner in Aserbaidschan 2019: Mercedes. Als Favorit galt wegen der langen Geraden Ferrari. Tatsächlich schaute es anfangs gut für die Roten aus. Schnellste im ersten Training, Schnellste im zweiten Training, Schnellste im dritten Training. Übrigens war es jeweils Leclerc, der die Bestmarken setzte. Vor Vettel. Doch im Qualifying ballerte der Monegasse in die Mauer, nur Startplatz zehn. Vettel hingegen schaffte nur Platz drei. Drei Zehntel hinter der Pole von Bottas. Mercedes stand jedenfalls geschlossen in Reihe eins. Im Rennen war Ferrari ebenfalls eher Statist. Mehr als Platz drei war zumindest für Vettel nicht drin. Und für Leclerc? Gute Frage. Hätte der Shootingstar gewinnen können? Möglich. Ich behaupte sogar ja.

Fakt ist allerdings: Mercedes fuhr in Baku 2019 den vierten Doppelsieg im vierten Rennen ein. Nicht immer mit dem schnellsten, dafür mit dem zuverlässigsten Auto. Sowie Piloten, die keine eben groben Fehler machen. Vier Doppelsiege in vier Rennen sind jedenfalls neuer F1-Rekord. Somit schaut es zumindest derzeit so aus, als ob der WM-Titel 2019 allein über die Silbernen geht. Hoffen wir auf Besserung bei Ferrari…

Aserbaidschan 2019: Räikkönen & Giovinazzi

Ebenfalls (mal wieder) top: Kimi Räikkönen. Neunter in der Quali, wegen einem zu biegsamen Frontflügel aber disqualifiziert. Der Finne startete aus der Boxengasse, fuhr jedoch ganz easy auf Platz zehn vor. Davon ab legte der Finne auf dem Medium den längsten Stint hin. 44 Runden. Hat geklappt, der eine Punkt ist daher mehr als verdient. Apropos Punkte: Der Finne kam in allen vier Rennen in die Top 10, staubte also in jedem 2019er Grand Prix Zählbares ab. Der „Hobbyfahrer“ scheint sich bei Alfa pudelwohl zu fühlen und liefert. Wie schon lange nicht mehr.

Apropos Alfa Romeo: Auch Antonio Giovinazzi sehe ich in Baku 2019 als Gewinner. Erstmals war der Italiener schneller als Räikkönen und stellte seinen Renner auf den achten Startplatz. Für die Rückversetzung auf Platz 17 konnte der Rookie nichts. Dafür ist eine neue (dritte) Steuerelektronik und quasi Alfa Romeo verantwortlich. Im Rennen war Giovinazzi zugegeben etwas unauffällig und kam nur als Zwölfter ins Ziel. Somit zwei Plätze hinter Räikkönen, der hinter Giovinazzi starten musste. Dennoch: Auf den Finnen fehlten Giovinazzi nur runde fünf Sekunden. Außerdem zeigte der Italiener in Baku 2019 endlich den Aufwärtstrend. Wie übrigens 2018 Leclerc.

Aserbaidschan 2019: Perez, Gasly und McLaren

Drei weitere Sieger in Aserbaidschan 2019 habe ich noch: Perez, Gasly sowie McLaren. Zuerst Perez. Der Mexikaner lieferte in Baku 2019 mal wieder blitzsauber ab. Fünfter in der Quali, beim Start eiskalt Verstappen kassiert. Dass sich Checo nicht vor dem Red Bull halten konnte, war klar. Mehr als Platz sechs ging nicht. Perez sowie Baku, das passt irgendwie. Racing Point fuhr jedenfalls sein bestes Ergebnis in der neuen Saison ein. Von den aktuell 17 WM-Punkten gehen allein 13 auf Perez’ Konto. Das Duell gegen Stroll gewann der Mexikaner ebenfalls wieder. Und zwar sowohl in der Quali wie im Rennen. Fazit: Perez ist für Racing Point dasselbe wie Räikkönen für Alfa Romeo: die sichere Bank.

Auch Gasly scheint endlich auf Kurs zu kommen. Schnellster in Q1, wenn auch später wegen zu hohem Benzindurchfluss disqualifiziert. War aber egal, da der Franzose wegen Missachtung der Waage eh zu einem Start aus der Boxengasse verdonnert war. Dennoch zeigte Gasly endlich mal Speed. Der Fehler mit dem Wiegen ist eine andere Sache, hätte aber auch Red Bull auffallen müssen. Stattdessen schraubten die Bullen Gasly vier neue Räder an, was letzten Endes zu der drakonischen Strafe führte. Mal schauen, wie es mit Gasly weitergeht.

Zuletzt McLaren. In der Quali gab es die Plätze sieben (Norris) und elf (Sainz). Der Spanier rutschte wegen der Rückversetzungen von Räikkönen sowie Giovinazzi sogar auf neun vor. Im Rennen dann Siebter (Sainz) und Achter (Norris), also doppelte Punkte. Insgesamt übrigens zehn. Macht nun schon 18 WM-Zähler für McLaren sowie Platz vier (!) in der WM. Vor Racing Point (17), Alfa Romeo (13) sowie Renault (12). Es scheint also endlich vorwärts zu gehen bei den Briten. Schön.

George Russel und die Gullydeckel in Baku

Zuletzt noch einen „Extra-Sieger“ in Aserbaidschan 219: George Russell. Wie der Brite im ersten Training von einem Gullydeckel sprichwörtlich ausgehebelt wurde, war spektakulär. Sowie vor allem Glück im Unglück für den Williams-Piloten. Denn das hätte durchaus böse ausgehen können. Der Bolide war Totalschaden, Russell ist hingegen nichts passiert. Gott sei Dank…

Wer waren deine Gewinner in Baku 2019? Lass’ es mich wissen…

Bild: Daimler

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