Deutschland 2019 Gewinner: Verstappen, Honda, Vettel, Kwjat

GP Deutschland 2019: Sebastian Vettel Ferrari

Bamm, der GP von Deutschland 2019 war ein Hammerrennen. Die großen Gewinner sind klar: Verstappen, Red Bull, Honda. Aber auch Vettel, Kwjat und Stroll fuhren in Hockenheim auf der Sieger-Straße.

Da gibt es wohl nix zu streiten: Der Mann des Rennens beim GP Deutschland 2019 war Max Verstappen. Basta. Zweiter Sieg nach Österreich, wenn auch zugegeben nicht ganz ohne Fehler. Ich sag’ nur Dreher im Stadion. Aber egal, Max hat das Ding gedreht. Was zig Tausende (?) Oranjes wieder hellauf jubeln ließ. Zu Recht. Auch Red Bull ist zu loben. Der zweite von fünf angepeilten Siegen 2019. Zumindest laut Dr. Helmut Marko. Ich hab’ nicht mal mit einem gerechnet.

Wobei: Noch mehr Lob steht wohl Honda zu. Ebenfalls der zweite Saisonsieg. Mehr noch: Dank dem dritten Platz von Daniil Kwjat feiern die Japaner ein Doppelpodium. Das gab es zu zuletzt beim GP von Belgien 1998. Da gewann ein gewisser Damon Hill vor einem gewissen Ralf Schuhmacher in einem gewissen Jordan. Kleines Aber: Den Motor stellte damals Mugen (heute M-TEC), quasi Haus- und Hof-Tuner von Honda. Der Mugen V10 basierte auf frühere Honda-Triebwerke und fuhr deswegen unter dem Branding „Mugen-Honda“. Das letzte „echte“ Honda-Doppelpodium datiert daher eigentlich auf Portugal 1992, als Gerhard Berger und Ayrton Senna Zweiter und Dritter wurden. Das war nach Adam Riese also vor schlappen 27 Jahren. Glückwunsch an Honda!

Hockenheim-Sieger: Vettel und Kwjat

Top in Schuss beim Deutschland 2019 Grand Prix – endlich mal wieder – war auch unser Seb. Von P20 auf P2, da gibt’s doch nicht zu maulen. Letztes Jahr noch der Abflug in der Sachskurve, in Führung liegend. Dieses Jahr von ganz hinten bis (fast) ganz vorn. Also vom Zero to Hero in zwölf Monaten. Zumal nach den letzten Rennen, wo Seb – das muss man mal so sagen – ebenfalls einiges an Mist fabrizierte. Der „Abflug“ in Kanada, der schließlich den Sieg kostete. Der „Abschuss“ von Verstappen in England. Doch im Regen von Hockenheim lieferte Vettel 2019 ein astreines Rennen ab. Ohne das technische Debakel im Qualifying wäre ein Sieg möglich gewesen. Schade. Aber dennoch: Seb ist top gefahren. Oder wie es Dauermotzer Jacques Villeneuve so schön sagte: „wie ein richtiger Weltmeister“. Stimmt! Kleines Aber: Der WM-Zug ist wohl abgefahren.

Daniil Kwjat ist ebenfalls einer meiner großen Sieger beim GP Deutschland 2019. Damals von Toro Rosso zu Red Bull gehievt, dann wieder zu Toro Rosso abgeschoben, schließlich ganz gefeuert. 2019 gaben die Bullen dem Russen eine zweite Chance – und die nutzt Kwjat voll und ganz. Mit einem Podium in Hockenheim hat allerdings keiner gerechnet. Wobei dieses für Toro Rosso das erste Podium seit Monza 2008 ist. Damals gewann das Rennen ein gewisser Sebastian Vettel. Kwjat ist jedenfalls in Hockenheim verdammt gut gefahren und hat den dritten Platz mehr als verdient. Am Wochenende wurde der Russe außerdem Papa. Doppelt Glückwunsch!

Deutschland 2019: Stroll, Sainz und McLaren

Auch Lance Stroll ist zu nennen. P4 im Racing Point, zeitweise sogar in Führung. Wer bitte hätte das gedacht? Du? Ich nicht. Ganz ehrlich: Nach wie vor bin ich vom Kanadier nicht sonderlich überzeugt. Gegen Perez schaut Stroll jr. bisher verdammt blass aus. In Hockenheim schaffte es der Kanadier erstmals ins Q2. Das Rennen ist Geschichte. Vierter Platz, zwölf Punkte. So schob sich Stroll mit einem Streich an Perez vorbei. Stroll liegt nun mit 18 Zählern auf Platz zwölf, Perez mit 13 Punkten auf Platz 16. Davon ab hat Stroll nun vier Mal gepunktet, Perez nur drei Mal.

Sainz und McLaren sind meine nächsten Sieger. Sainz schaffte bei widrigen Verhältnissen einen tollen fünften Platz. Während andere abflogen. Ich sag’ nur: Leclerc, Hamilton, Hülkenberg, Bottas. Sainz jedenfalls haderte gar, nicht auf das Podest gekommen zu sein. Mit einer etwas riskanteren Strategie durchaus möglich. Dennoch: P5 ist P5. Außerdem zehn Punkte. Die wieder helfen McLaren, Renault weiter davon zu ziehen. Die Franzosen nehmen aus Hockenheim nämlich keine Punkte mit. Apropos: Renault ist gar nicht mehr der erste Verfolger. Den Job bzw. Platz fünf hat nun Toro Rosso mit 42 Punkten inne. Renault kommt nur auf 39, McLaren selbst auf stolze 70 Zähler.

Hockenheim: Kubica holt einen WM-Punkt

Zuletzt ist noch Kubica zu nennen. Zugegeben: P10 fuhr der Pole oder gar Williams nicht aus eigener Kraft ein, sondern wegen der Strafe gegen beide Alfa. Trotzdem: P10 heißt ein WM-Punkt. Der erste Punkt für Williams in der laufenden Saison. Ich hätte ehrlich gesagt nicht damit gerechnet, dass die Briten dieses Jahr überhaupt einen Punkt einfahren. Nicht mit der Gurke. Doch der Regen beim GP Deutschland 2019 machte es möglich. Für Kubica ist es übrigens der erste WM-Punkt seit acht Jahren, acht Monaten und 14 Tagen – neuer Rekord in der F1. Von daher: Glückwunsch. An Kubica ebenso wie an Williams.

Und? Wer waren deine Gewinner in Hockenheim? Schreib’ doch einen Kommentar!

Bild: Ferrari

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