Nürburgring 2019 II: René Rast reicht dritter Platz für DTM-Titel

Nürburgring 2019 II: René Rast reicht dritter Platz für DTM-Titel

Es ist fix: René Rast ist der DTM-Champ 2019. Für seinen zweiten Titel reichte dem Deutschen beim Sonntagsrennen auf dem Nürburgring 2019 ein dritter Platz. Trotzdem waren die letzten Runden eine Nervenschlacht.

Bamm, die DTM feiert ihren neuen Champion René Rast. Schon im Qualifying stockte der Deutsche sein Punktekonto mit Startplatz zwei um zwei weitere Zähler auf. Da Müller seinen Audi RS 5 nur auf Startplatz 14 stellte, brauchte Rast nur noch sieben Punkte mehr für den Titelgewinn. Es schaute also gut aus. Mit einem Sieg hätte Rast den Titel in der Tasche. Selbst wenn Müller als Zweiter ins Ziel käme. Apropos: Die Top 10 in der Startaufstellung zum Sonntagsrennen hießen Green, Rast, Rockenfeller, Frijns, Aberdein, Duval (alle Audi), Glock, Wittmann, Spengler sowie van der Linde (alle BMW).

DTM-Titel 2019: Rast mit besten Chancen

Rast kam beim Start bestens weg und ging prompt am Polesetter vorbei. Green musste sich sogar gegen Rockenfeller wehren. Rast jedenfalls führte das Rennen an. Dann aber ging der Deutsche früh an die Box. Tatsächlich war dieser frühe Stopp ein Konter gegen Müller. Der Schweizer erledigte seinen Pflichtstopp als erster der Toppiloten bereits in Runde zehn. Rast zog lediglich nach. Dummerweise dauerte sein Stopp mit 8,9 Sekunden eine gefühlte Ewigkeit.

Als später Green stoppte, war die Rosberg-Crew deutlich flotter. Zurück auf der Strecke lag daher wieder der Brite vorn. Rast auf mittlerweile warmen Gummis wagte prompt die Attacke, Green gab jedoch keinen Zoll nach. Derweil schien Müller bereits mit den Reifen zu kämpfen, Frijns ging fast mühelos am Schweizer vorbei. Wobei der Niederländer zu der Zeit extrem schnell unterwegs war. Kurz nach Müller schnappte sich Frijns auch Duval. Kurz darauf tuckerte Wittmann nur noch langsam um den Kurs und stellte seinen BMW an der Box ab. Das Aus dürfte Wittmann aber wenig geschmerzt haben. Aus dem Titelkampf war der Meister von 2014 und 2016 seit dem Qualifying raus.

Nürburgring 2019 II: Schlussphase mit Nervenkitzel

Für Rast wurde derweil der Schlussspurt zum reinsten Nervenkitzel. Der weiterhin vorwärts stürmende Frijns schnappte sich ohne jede Scheu den Markenkollegen und verdrängte Rast auf Platz drei. Dessen Problem: Müller war mittlerweile Fünfter und hätte damit genug Punkte geholt, um den Titelkampf offen zu halten. Doch der Schweizer kämpfte mit stumpfen Waffen. So wurde Aberdein zum berühmten Zünglein an der Waage. Der Südafrikaner überholte den Schweizer, der damit nur noch Sechster war.

Auch der Kampf um den Sieg war noch nicht entschieden. Im Gegenteil: Frijns jagte nun auch Green auf P1. In der vorletzten Runde wagte der Niederländer eine Attacke, kam jedoch in der Schikane von der Strecke ab. So musste Frijns Green wieder vorbeilassen, um keine Strafe zu riskieren. Der Brite ließ sich daraufhin nicht mehr beirren und fuhr den Sieg nach Hause. Übrigens sein erster seit 2017 und sein insgesamt Zehnter in der DTM überhaupt. Rast wurde hinter Green und Frijns Dritter, Müller hingegen Sechster. Damit ist der DTM-Titel 2019 für Rast fix.

Nürburgring 2019: Müller nun ohne Titelchance

Zwar kann Müller mit Rast in Hockenheim gleichziehen. Doch Rast siegte in dieser Saison ganze sechs Mal. Gestern beim ersten Lauf auf dem Nürburgring 2019 sowie auf dem Lausitzring, in Brands Hatch, auf dem Norisring, in Zolder und in Hockenheim. Müller siegte lediglich zwei Mal: auf dem Lausitzring am Samstag sowie in Misano am Sonntag. Trotz gleich vieler Punkte hat Müller also keine Titelchance mehr.

Apropos: Hinter Green, Frijns und Rast machten Duval, Aberdein, Müller, Rockenfeller (alle Audi), Eng, Glock und Spengler (alle BMW) die Top 10 voll. Die Meisterschaft ist entschieden, dennoch lohnt das Finale in Hockenheim am 5. und 6. Oktober. Zum einen gibt es einen Gaststart der Super-GT, zum anderen damit das DTM-Debüt von Jenson Button.

Bild: Audi / Michael Kunkel – Video: YouTube / DTM

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