DTM Nürburgring 2019 I: Rast siegt souverän, Müller mit Frühstart

DTM Nürburgring 2019 I: Rast siegt, Müller mit Frühstart, Wittmann Dritter

Dicker Matchball für René Rast: Der Deutsche machte beim heutigen ersten DTM-Rennen auf dem Nürburgring 2019 eine großen Schritt zum Titel. Müller legte hingegen einen Frühstart hin und schrieb eine Nullnummer.

Rast ist auf dem besten Weg zu seinem zweiten DTM-Titel nach 2017. Den Grundstein legte der Audi-Pilot bereits im Qualifying. Pole Position vor Spengler (BMW) und Müller (Audi). Ebenfalls in den Top 10: Rockenfeller und Aberdein (jeweils Audi), van der Linde und Glock (jeweils BMW), Duval, Green, Frijns. Wittmann – der durchaus noch Chancen auf den Titel hat – stellte seinen BMW nur auf P11. Der beste Aston Martin war di Resta auf P13.

Die Vorentscheidung im Rennen – sowie im Titelkampf – fiel bereits am Start. Müller fuhr zu früh los, was wenig überraschend prompt bei der Rennleitung landete. Die Konsequenz überraschte ebenfalls nicht: Müller bekam eine Durchfahrtsstrafe. Nach dieser war der Schweizer Letzter. Anschließend versuchte Müller einen Strategie-Coup und kam früh an die Box. Ein Safety-Car hätte den Schweizer schnell wieder nach vorn bringen können.

Nürburgring I: Nico Müller ohne Chance

Doch der Plan ging nicht auf. Kein Safety Car. Stattdessen musste Müller sogar einen zweiten Stopp einlegen, weil zum Schluss seine Reifen schlappmachten. Zumal Rast und Rockenfeller die Strategie direkt kopierten und gleich nach Müller ihren Pflichtstopp erledigten. Rast legte jedenfalls einen guten Start hin und behielt die Führung. Ebenfalls gut: Rockenfeller, der sich am Start prompt Spengler schnappte. Der wiederum verlor gleich zwei Plätze, bekam dank der Strafe für Müller aber einen schnell zurück. In Runde sieben wagte der Kanadier dann in Kurve eins eine Attacke auf Rockenfeller, kam aber zu weit raus. Schon war der Assen-Sieger wieder vorbei.

Auch dahinter ging es rund. Green, Aberdein, van der Linde und Duval zeigten einen tollen Vierkampf. Van der Linde wagte einen Angriff auf Aberdein, kam aber wie Spengler zu weit raus. Schon war nicht nur Aberdein wieder am Südafrikaner vorbei, sondern auch noch Duval. Nur zwei Runden später konterte van der Linde in einem Rad-an-Rad-Kampf über zwei drei Kurven. Noch besser unterwegs auf dem Nürburgring 2019 war Wittmann. Von P11 gestartet kämpfte der BMW-Mann nach einer starken Fahrt sogar um das Podest. Wobei der zweimalige DTM-Champ erst in Runde 20 stoppte und danach Position um Position gutmachte.

DTM Nürburgring: BMW verzichtet auf Teamorder

Kurios: BMW verzichtete im Schlussspurt auf eine Teamorder. Denn Wittmann kam tatsächlich bis auf Platz drei nach vorn. Auf P2 lag zu der Zeit bereits Spengler. Rockenfeller hingegen hatte seinen Renner längst mit fallendem Öldruck an der Box abgestellt. Warum BMW Wittmann – immerhin das heißeste Eisen der Münchner im Titelkampf – nicht an Spengler vorbei dirigierte? Gute Frage. Vielleicht sieht sich BMW für den Titel schon zu weit zurück. Was schlicht realistisch wäre.

Rast jedenfalls siegte nach 41 Runden mit fast elf Sekunden Vorsprung souverän vor Spengler und Wittmann. Der Kanadier knackte mit seinem zweiten Platz übrigens die Marke von 1.000 Punkte. Insgesamt holte Spengler in der DTM bisher 1.017 Punkte. Eine Topleistung beim Samstagsrennen auf dem Nürburgring 2019 zeigte außerdem Jonathan Aberdein, der auf P4 ins Ziel kam. Dieser war nach den harten Kämpfen mit Duval, Green sowie van der Linde mehr als verdient. Apropos Duval: Der Franzose knackte auf den letzten Metern noch Duval und sicherte sich damit Platz fünf. Green querte entsprechend als Sechster die Ziellinie. Dahinter auf P7 bis P10: van der Linde, Eriksson, Glock, Frijns. Der beste Aston Martin kam mit Juncadella auf P11 ins Ziel, womit der Neueinsteiger leer ausging. Ebenso wie Müller, der nur 16. und damit Letzter wurde.

Nürburgring 2019 I: Rast kurz vor Titelgewinn

Rast machte mit seinem sechsten Saisonsieg einen großen Schritt zum DTM-Titel 2019. In der Meisterschaft hat der Deutsche nun ganze 47 Punkte Vorsprung. Rast steht bei 262 Zählern, Müller bei 215. Wittmann auf Platz drei mit 182 Punkten hat im Grunde nur noch rechnerische Chancen. Sowohl Müller wie auch Wittmann müssen daher morgen auf einen dicken Patzer von Rast hoffen. Macht dieser am Sonntag neun Zähler mehr als seine Konkurrenten, ist der DTM-Titelkampf 2019 jedoch entschieden. Mit dann (mindestens) 56 Punkten Vorsprung wäre Rast der Titel nicht mehr zu nehmen.

Bild: Audi / Michael Kunkel – Video: YouTube / DTM

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