Hockenheim 2019 I: Rast gewinnt sein 7. Saisonrennen vor Wittmann

DTM Hockenheim I: Rast gewinnt sein 7. Saisonrennen, Wittmann Zweiter

Die DTM feiert ihr Saisonfinale 2019 – und zwar in Hockenheim. Mit dabei: Drei Fahrer der Super GT, darunter: Jenson Button. Der Brite wusste zu überzeugen, gewonnen hat den Samstag-Lauf allerdings René Rast.

Die DTM-Saison 2019 neigt sich ihrem Ende zu. Der Champion steht mit René Rast seit dem Nürburging fest. Dennoch ist der Audi-Fahrer nach wie vor hungrig. Schon in der Quali zeigte der Deutsche auf: Pole Position. Dahinter: Wittmann (BMW), Rockenfeller, Aberdein, Duval (alle Audi), Button (Honda), Glock (BMW), Frijns (Audi), van der Linde und Eriksson (jeweils BMW). Button? Honda? Korrekt: Zum Saisonfinale ist die Super GT mit drei Boliden dabei, samt dem F1-Champion von 2009. Der beste Aston Martin landete übrigens mit Habsburg auf P12.

Rast erwischte auch den besten Start und blieb in Front. Wittmann, Rockenfeller und Glock folgte auf zwei bis vier. Button hingegen machte es nicht ganz so gut. Kein Wunder: Die Super GT startet fliegend, die DTM stehend. Dennoch lag der Honda-Pilot immerhin noch auf P8. Nur wenige Kurven später kassierte Rockenfeller Wittmann auf P2. Der BMW-Pilot wusste später aber zu kontern und eroberte den zweiten Rang zurück. Dann gingen die Boxenstopps los. Wittmann machte es vor, Rast zog erst zwei Runden später nach. Auf kalten Reifen kam der neue Meister knapp vor Wittmann wieder auf die Strecke. Doch der BMW durfte nicht angreifen – Safety Car. Eng hatte gerade seinen BMW neben der Strecke abgestellt.

Hockenheim 2019 Samstag: Eng löst Safety Car aus

Eng parkte seinen Renner zwar recht clever an einer Leitplankenöffnung, doch der BMW ließ sich partout nicht rückwärts bewegen. Also schickte die Rennleitung das Safety Car raus – zum Glück von Rast. Apropos Stopps: Auch Button war in der 17. Runde beim Service, seine Crew versaute den Stopp aber komplett. Statt der typischen sieben Sekunden stand der Brite fast 18 Sekunden. Jedoch muss man die Japaner entschuldigen: In der Super GT gibt es ein Fenster von satten 40 Sekunden, in denen nachgetankt wird und auch die Fahrer wechseln.

Beim fliegenden Restart in Hockenheim 2019 blieb Rast jedenfalls vorn. Noch. Denn in der Spitzkehre ging der Wittmann am 2019er Meister doch vorbei. Rast aber blieb an Wittmann dran. Schon eine Runde später folgte der Konter, Rast setzte sich in der Spitzkehre außen neben den BMW. Seite an Seite fuhren Wittmann und Rast auf das Stadion zu, in welches schließlich der Audi als Erster einbog.

Damit war das Rennen quasi entschieden. Rast konnte sich dezent absetzen und querte nach 38 Runden als Sieger die Ziellinie. Wittmann musste sich um 1,6 Sekunden geschlagen geben, hatte dafür aber einen respektablen Abstand von neun Sekunden auf den drittplatzierten Rockenfeller.

Hockenheim: Button mit starkem DTM-Debüt

Ebenfalls stark: Jenson Button, der sich nach dem verkorkstem Boxenstopp von ganz hinten auf P9 vorkämpfen konnte. Weniger gut: Nico Müller. Zwar konnte der Schweizer dank Safety Car einen „kostenlosen“ Stop einlegen, der ihn auf P3 vorspülte. Doch ein Stopp in der Safety Car-Phase gilt in der DTM nicht als Pflichtstopp. Also musste Müller kurz vor Schluss diesen noch nachholen. Dadurch rutschte der Schweizer wieder weit zurück. Davon ab war Müller in der Boxengasse zu schnell, wofür es eine Durchfahrtsstrafe gab. So kam Müller nur auf P17 ins Ziel und verlor damit wichtige Punkte auf Wittmann. Der liegt dank P2 nur noch 21 Punkte hinter dem Schweizer und hat damit durchaus noch Chancen auf den Vizetitel.

Eine Drive Through bekamen übrigens auch van der Linde und Fittipaldi. Einmal mehr im Pech hingegen war Timo Glock. Der Deutsche war gut dabei, musste jedoch an die Box, weil seine Tür locker war. Immerhin schaffte es Glock noch auf P6. Apropos: Die Top 10 hinter Rast, Wittmann und Rockenfeller füllten Frijns, Duval, Glock, di Resta, Spengler, Button und Eriksson. Di Resta war damit der beste Aston Martin. Rast wiederum feierte im 17. Rennen 2019 seinen siebten Saisonsieg. Respekt und Glückwunsch!

Bild: Audi / Michael Kunkel – Video: YouTube / DTM

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.