DTM Lausitzring 2019 II: René Rast siegt souverän vor Nico Müller

DTM Lausitzring 2019 II: René Rast siegt souverän vor Nico Müller

Gestern die große Pleite, heute hingegen der Held: René Rast gewann den Sonntagslauf auf dem Lausitzring 2019. Und zwar in souveräner Manier vor Nico Müller, der mit Glück und einer cleveren Strategie Zweiter wurde.

Müller hatte es in der Hand, hat es just am Sonntag aber vergeigt. Schneller als Rast in der Quali parkte Müller seinen Audi RS 5 auf dem dritten Startplatz. Erst dahinter auf vier: René Rast. Das schaute gut aus für den Samstagssieger. Zumal Müller dank Startplatz drei wieder ein Pünktchen aufholte und seinen Rückstand so auf 13 Zähler verkürzte. Apropos: Die Top 10 zum Sonntagslauf auf dem Lausitzring 2019 hießen: Green, Aberdein, Müller, Rast, Frijns (alle Audi), Wittmann (BMW), Duval, Fittipaldi (jeweils Audi), Glock (BMW) und Rockenfeller (Audi). Philipp Eng ging lediglich von P13 ins Rennen, der beste Aston Martin mit Paul di Resta von P15.

Lausitzring 2019 Lauf II: Müller verhaut Start

Müller jedenfalls verhaute den Start zum 500. Rennen in der DTM-Geschichte komplett – der Schweizer fiel auf P10 zurück. Aberdein versaute es ebenfalls, nach der ersten Runde war der Rookie nur noch Vierter statt Zweiter. Rast hingegen machte alles richtig: Von P4 preschte der Champion von 2017 auf P2 vor. Ein weiterer Gewinner: Fittipaldi, der drei Plätze gut machte und somit Fünfter war. Noch besser war Eng, der aus der Boxengasse ins Rennen ging – und nach der ersten Runde auf P11 lag.

In Runde zwei erlebte Aston Martin sein erstes Debakel: Dennis kurvte nur noch langsam um den Kurs und stellte seinen Renner schließlich ab. Eine Runde später kassierte Müller Eriksson, das war P9. Wieder eine Runde später ließ Green Rast durch, der damit das Rennen nun anführte. In der gleichen Runde schnappte sich zudem Eng Eriksson auf P10. Derweil drehte Rast vorn die schnellsten Runden: eine 38,9 stand einer 40,3 von Green gegenüber. Zur siebten Runde eröffnete Spengler die Boxenstopps. Zwei Runden später rollte Müller zum Service. Außerdem Rockenfeller und Eng. Kurz darauf rollte mit Habsburg der zweite Aston Martin aus.

Früher Stopp: Nico Müller mit guter Strategie

Zurück auf der Strecke lag Müller hinter Rockenfeller auf Platz 15. In Runde zehn erledigten Aberdein und Eriksson ihren Pflichtstopp, wobei der Südafrikaner als Elfter zurück auf die Strecke kam. Doch auf kalten Reifen hatte Aberdein keine Chance. Erst war Rockenfeller am Südafrikaner vorbei, dann Müller. Selbst Eng wagte eine Attacke, kam am schwarz lackierten Audi aber nicht vorbei. Kurz darauf besuchte Fittipaldi die Box, in Runde zwölf folgten Rast und Frijns.

Rast blieb vor den Verfolgern, Frijns hingegen war auf kalten Reifen ein leichtes Opfer. Müller, Rockenfeller und Aberdein gingen quasi im Trio vorbei. Wobei Müller zuvor schon Rocky geschnupft hatte. Damit lag der Schweizer – trotz seines verpatzten Starts – nun hinter Rast und damit boxenstoppbereinigt auf P2. Apropos Boxenstopps: Zur 17. Runde kamen der führende Green, Wittmann und di Resta an die Box. Eine Runde später Duval und van der Linde. Neuer Erster war nun Juncadella, doch der Spanier musste noch an die Box.

Lausitzring 2019: Rast übernimmt Führung

Rast und Müller lagen derweil auf zwei und drei, Abstand: über vier Sekunden. Dann in der 20. Runde kam endlich Juncadella zum Service, Rast war damit wieder Erster. Müller dahinter neuer Zweiter, Rockenfeller Dritter. Nur zwei Runden später erlebte Aston Martin sein drittes Debakel am Lausitzring 2019: di Resta rollte aus. Auf der Strecke schnappte sich derweil Green Aberdein auf P5, Wittmann wiederum Fittipaldi auf P7. Erster nach wie vor: René Rast, dessen Zeit von 40,2 deutlich schneller als Müllers 40,6 war. Ebenfalls gut drauf: Duval, der Eriksson aus den Top 10 verdrängte.

In der 23. Runde rollten Glock und Spengler zum zweiten Stopp, eine Runde später Eriksson. Die BMWs schienen auf dem Lausitzring 2019 weniger gut mit den Reifen haushalten zu können. Wittmann konnte allerdings sehr wohl in seinem M4 glänzen und schnappte sich Aberdein auf P6. Gleichzeitig rollte Glock mit einem technischen Problem an die Box. Die Mechaniker versuchten eine hektische Reparatur, doch irgendwann stieg der Ex-F1-Fahrer aus. Auf der Strecke drehte währenddessen Green auf. In Runde 29 schnappte sich der Brite Ende Start-Ziel Frijns auf P4, eine Runde später hing Green bereits Rockenfeller im Heck.

Lausitzring: Rast gewinnt vor Müller & Rocky

Dann lief die Zeit ab. Fünf Minuten vor Schluss gab die Rennleitung P2P sowie DRS frei – außer für den führenden Rast. Der zog jedoch recht einsam vorn seine Runden. Dahinter gab es durchaus Action. Green zum Beispiel klebte nach wie vor Rockenfeller im Heck. Dabei hatte der Brite noch neun P2P frei. Dennoch: Vorbei kam der Brite am Audi nicht. Schließlich in Runde 33 rief die Rennleitung die „final lap“ aus. Green jagte nach wie vor Rockenfeller, Aberdein und Duval im Doppel Wittmann. Die Reifen des BMW schienen am Ende.

Kurz darauf raste Rast als Erster über die Ziellinie und gewann nach Brands Hatch II, Norisring I, Zolder II und Hockenheim II sein fünftes Saisonrennen. Müller kam als Zweiter ins Ziel, Rockenfeller als Dritter. Dahinter: Green, Frijns (alle Audi), Wittmann (BMW), Aberdein, Duval, Fittipaldi (alle Audi) und Eng (BMW).

Noch vier Rennen: Rast mit 20 Punkten Vorsprung

In der Meisterschaft hält Rast nun bei 234 Zählern. Müller (213) liegt nur 20 Punkte zurück. Entsprechend hat der Schweizer bei noch vier Rennen weiterhin gute Chancen auf den DTM-Titel. Wittmann (167), Eng (140), Rockenfeller (138) und Frijns (121) sind dagegen nur noch Außenseiter. Der Markentitel ist nach dem zweiten Rennen auf dem Lausitzring 2019 übrigens vergeben. Mit nun 858 Punkten ist Audi der Titel nicht mehr zu nehmen. BMW kommt auf 463 Zähler, Aston Martin bleibt bei 44 stehen.

Die nächsten Rennen stehen am 14./15. September auf dem Nürburgring an.

Bild: Audi / Michael Kunkel – Video: YouTube / DTM

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