DTM Lausitzring 2019 I: Nico Müller gewinnt, René Rast im Pech

DTM Lausitzring 2019 I: Nico Müller gewinnt, René Rast im Pech

Jaaa, die DTM ist wieder spannend. René Rast raste auf dem Lausitzring 2019 zwar zur Pole, doch im Rennen schlug der Defektteufel zu. Stattdessen gewann Nico Müller, der damit viele Punkte aufholen konnte.

In der Qualifikation zum ersten Rennen auf dem Lausitzring 2019 zeigte René Rast seine Ambitionen auf den Titel noch deutlich. Polo Position. Der ärgste Widersacher Nico Müller, stellte seinen RS 5 nur auf P3 – hinter Jamie Green. Ebenfalls in den Top 10: Frijns, Wittmann, Rockenfeller, Fittipaldi, Eng, Glock und Eriksson. Audi hatte mit sechs zu vier also klar den Frontspoiler vor BMW. Der beste Aston Martin stand übrigens mit Jake Dennis auf P13.

Lausitzring 2019: Rast rollt in Runde sechs aus

Beim Start ging noch alles glatt, Rast hielt die Führung. Müller, Frijns sowie Wittmann griffen quasi im Trio Green an, Müller musste sich obendrein Wittmann erwehren. Doch der Schweizer behielt die Oberhand. In Runde sechs dann das Drama: Rast wurde langsamer. Müller, Wittmann, Green und Co. gingen mühelos am Titelfavoriten 2019 vorbei. In Schleichfahrt kroch dieser zur Box – und stellte seinen Renner ab.

Jetzt lag Nico Müller in Führung, der dieses Geschenk nur zu gern annahm. In Runde zehn eröffnete dann Duval die Boxenstopp. Kurz darauf kam Frijns zum Service. Ein guter Zug, denn eine Runde später fasste Wittmann frische Gummis ab. Der BMW-Mann kam vor Frijns auf die Strecke, doch der Niederländer hatte bereits warme Reifen. So ging Frijns am Ende der Gegengeraden vorbei. In Runde 14 absolvierte Müller seinen Pflichtstopp. Der war mit 8,5 (!) Sekunden nicht der Beste, dennoch blieb der Schweizer vor Frijns und Wittmann.

Unsafe Release: Durchfahrtsstrafe für Green

In Führung lag nun Green vor Rockenfeller, Eriksson, Glock sowie Spengler. Boxenstopp-bereinigt war jedoch Müller der Erste. Und zwar vor Frijns, Wittmann, Fittipaldi und Eng. Green bog in Runde 16 zum Service ab – zusammen mit Rockenfeller. Eriksson und Glock folgten im Paarflug. Duval jedenfalls wurde von seiner Crew zu früh freigegeben und fuhr in der Boxengasse neben Rockenfeller. Das sollte ein Nachspiel haben. Und zwar in Form einer Durchfahrtsstrafe. Ebenso wie für Aberdein. Beide Audi waren zu lange in der Working Lane.

Die Top 4 hießen nun Spengler, van der Linde, Dennis und Habsburg. Allerdings stand für das Quartett noch der Pflichtstopp an. Müller lag derweil auf fünf – und damit quasi auf eins. Glock hingegen rollte in Runde 18 kurz nach seinem Stopp aus, der BMW des Deutschen hatte keinen Vortrieb mehr. Immerhin stoppte Glock seinen M4 so, dass kein Safety Car nötig war. Quasi zu selben Zeit rollten bereits Spengler und van der Linde an die Box. Kurz darauf erledigten auch Dennis und Habsburg ihre Stopps. Auf der Strecke zeigte derweil Eng ein tolles Manöver, bei dem er außen an Duval vorbeiging und so P5 eroberte. Müller lag jedenfalls wieder in Front. Dahinter: Frijns und Wittmann.

Lausitzring 2019 I : Rockenfeller dreht auf

Kurz darauf stoppte van der Linde ein zweites Mail: Der Südafrikaner ließ sich die Tür links wechseln. Schnellster auf der Strecke war derweil Mike Rockenfeller. Der Champ von 2013 war eine Sekunde schneller als der führende Müller. Zur 25. Runde klebte Rockenfeller im Heck von Wittmann, eine Runde später der erste Angriff. Diesen konnte der BMW noch abwehren. Anfangs der 28 Runde wagte der Sieger des Sonntagsrennen in Assen eine neue Attacke – und ging in der ersten Kurve vorbei. Das war P3, Wittmann somit nur noch Vierter.

Die letzten Runde wurde es überhaupt noch einmal turbulent. Eriksson jagte Fittipaldi, Duval wiederum Eng. Dann lief die Zeit ab, die Rennleitung gab Push2Pass frei – außer für den führenden Müller. Rockenfeller auf P3 hing nun Frijns im Auspuff. Allerdings hatte der Le Mans-Sieger nur noch einen Push2Pass übrig. Dann war die Zeit tatsächlich um, schon rief die Rennleitung die letzte Runde aus. Wenig später querte Müller als Erster die Ziellinie und raste damit zu seinem dritten DTM-Sieg insgesamt sowie – nach Misano II – seinen zweiten Saisonsieg. Frijns rettete Platz zwei vor Rockenfeller. Das Podium stellte somit beim ersten Rennen auf dem Lausitzring 2019 allein Audi.

Lausitzring 2019: Müller macht viele Punkte gut

Die Top 10 füllten Wittmann (BMW), Eng (BMW), Duval (Audi), Fittipaldi (Audi), Eriksson (BMW), Spengler (BMW) und Green (Audi), der somit trotz seiner Drive Through Penalty einen Punkt mitnehmen konnte. Aston Martin ging im ersten Rennen auf dem Lausitzring 2019 leer aus, bester Pilot war Dennis auf P11. Viel interessanter aber ist ein Blick auf die Meisterschaft, in welcher Müller richtig Punkte gutmachen konnte. Rast führt zwar nach wie vor, bleibt aber bei 209 Zählern stehen. Müller kommt nun auf 195 Punkte, liegt also nur noch noch 14 zurück. Wittmann hält bei 159 Punkten, Eng bei 139 Zählern. Bei den Herstellern schaut es ebenfalls gut für Audi aus. Die Ingolstädter führen mit 782 Punkten deutlich vor BMW (454) und noch deutlicher vor Aston Martin (44).

Sieger Nico Müller:
„Ich hatte heute endlich wieder ein gutes Qualifying – nicht perfekt, aber gut. Von Startplatz drei konnte ich mich gleich auf Rang zwei verbessern. Marco (Wittmann) war am Anfang ziemlich stark. Ich hatte aber auch das Gefühl, schneller zu sein als René. Als er das Problem bekam, ging ich in Führung und konnte danach das Tempo locker kontrollieren. Für René tut es mir leid. Ich hätte mit ihm lieber auf der Strecke gekämpft. Aber natürlich nehme ich die 25 Punkte gerne mit. Wir sind zurück im Spiel. Ich kann es kaum abwarten, dass es morgen weitergeht.“

Bild: Audi / Michael Kunkel – Video: YouTube / DTM

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