Brands Hatch 2019 II: Rast gewinnt zweiten Lauf vor Müller

DTM Brands Hatch 2019 Rennen 2

Erst die Pole Position, dann der Sieg: René Rast unterstrich im zweiten Lauf in Brands Hatch 2019 seine Ambitionen auf den Titel. Zugute kam Rast dabei, dass Markenkollege Müller keinen Angriff wagte.

Bamm, das hat gesessen. Schon im Qualifying zeigte Audi knallhart auf. 0,298 Sekunden brummte Rast Duval auf, 0,700 Sekunden Frijns. Dahinter in der Startaufstellung: Green, Rockenfeller, Müller, Fittipaldi, Aberdein, Eng, Juncadella. Als Fan erkennst du prompt: Bis P8 waren die Plätze durchweg für Audi reserviert. Erst auf P9 der erste BMW, auf P10 ein Aston Martin. Apropos BMW: Glock stellte seinen M4 auf P11, Wittmann seinen auf P12.

Der Start erfolgte dann bei eitel Sonnenschein. Duval preschte prompt vor und ging in Führung. Frijns schnappte sich Green, Wittmann Juncadella. Duval machte Rast allerdings keinen großen Ärger, zur zweiten Runde lag der Titelfavorit bereits wieder auf P1. Dafür schnappte sich Müller Duval. Wittmann war bereits Achter. Green erhielt eine Pit Stop Penalty (5 s), der Brite stand nicht korrekt in seiner Startbox. In Runde fünf kam Spengler an die Box, Eriksson hatte gar schon in Runde zwei gestoppt. Zwei Runden später holte sich Green frische Gummis ab.

Brands Hatch: Wittmann mit frühem Stopp

Wieder zwei Runden darauf hakte Wittmann seinen Pflichtstopp ab. Der Stopp dauerte 8,3 Sekunden, zurück auf der Strecke war Wittmann 15. In Runde elf folgten Rast, Müller und Aberdein. Bei Müller ging der Stopp komplett schief, der Schweizer verlor etliche Sekunden. Wittmann lag nun jedenfalls direkt hinter Müller. Zur 12. Runde rollten dann Rockenfeller, Fittipaldi und Glock zum Service. Rockenfeller kam als Zehnter zurück auf die Strecke, musste sich jedoch wegen seiner kalten Reifen prompt Müller beugen. So hatte dieser Rockenfeller nun als Puffer zwischen sich und Wittmann.

Eine Runde später wechselten Frijns und Juncadella ihre Gummis, noch mal eine Runde später Duval. Zurück auf der Strecke war der zwischenzeitlich führende Franzose Siebter. Doch Duvals Reifen waren noch kalt. So ging erst Müller, dann obendrein Frijns am Franzosen vorbei. Die Uhr zeigte noch rund 30 Minuten. Die Top 5 – Eng, van der Linde, di Resta, Dennis – sowie Habsburg – waren noch nicht beim Pflichtstopp. Bereinigt führte somit Rast vor Müller und Frijns. Müller war übrigens derjenige, der böse puschte. Ob der Schweizer so jedoch über die Distanz kommen würde?

Brands Hatch 2019 II: Aus für Eriksson…

In der 20. Runde steuerte Dennis in die Box. Parallel rollte Eriksson auf Start-Ziel aus. Der Schwede parkte seinen Renner jedoch so clever, dass die Rennleitung kein Safety Car ausrief. Eine Runde später holte sich Eng frische Schlappen ab, ebenso wie van der Linde. Eng war danach Neunter, der Südafrikaner Zwölfter. Kurz darauf rollte Spengler an die Box. Doch der Kanadier kam nicht zum Service, sondern stellte seinen BMW ab. Aus.

In Runde 23 kamen di Resta und Habsburg zum Service. Beim Schotten brach emsige Hektik aus – die Crew stand nicht parat. Di Resta fluchte wie ein Rohrspatz. Auf der Strecke räuberte derweil Fittipaldi in bester Ralley-Manier durch das Kiesbett. Obendrein rief die Rennleitung nun doch eine Slow Zone aus, um Erikssons Boliden zu sichern. Wittmann nutzte ebenso wie Glock die Chance für einen „billigen“ Boxenstopp und holte sich ein zweites Mal frische Reifen ab. Eine Runde später wagte auch Fittipaldi die Taktik. Schon gab es in Brands Hatch 2019 wieder Grün.

Brands Hatch: Eng scheitert an Duval

Auf der Uhr standen noch 20 Minuten. Eng hing Rockenfeller im Heck, P5 war in Reichweite. Zuerst konnte konnte sich Rockenfeller noch verteidigen, dann war Eng aber doch vorbei. Müller wiederum folgte dem führenden Rast wie ein Schatten, die Beiden trennte keine Sekunde. Wittmann kassierte Green, dennoch ging die Taktik des zweiten Stopps nicht auf. Der Sieger vom ersten Brands Hatch-Lauf am Samstag war zwar der Schnellste auf der Strecke, lag aber nur auf P11. Eng wiederum jagte Duval auf P4, biss sich am Franzosen jedoch sprichwörtlich die Zähne aus. Selbst ein Rempler in der 31. Runde brachte Duval nicht aus dem Konzept. Schließlich zeigte die Uhr nur noch fünf Minuten an. Push 2 Pass und DRS waren damit frei – außer für den führenden Rast. Dieser lag lediglich 0,8 Sekunden vor Müller, doch ob der Schweizer tatsächlich einen Angriff wagen würde?

Nein. Stattdessen ließ sich Müller erkennbar abfallen. So gewann Rast vor Müller und Frijns. Wittmann hingegen erbte dank einem Dreher von Aberdein P10. Die Top 10 beim zweiten Lauf von Brands Hatch 2019 füllten somit Duval, Eng, Rockenfeller, van der Linde, Juncadella, Dennis und eben Wittmann. Audi belegte damit die ersten vier Plätze, BMW kam mit Eng, van der Linde sowie Wittmann lediglich auf P5, P7 und P10 ins Ziel. Aston Martin feierte mit P8 sowie P9 zwei Top 10-Plätze.

DTM 2019: René Rast setzt sich weiter ab

Logo, dass sich Rast mit seinem vierten Saisonsieg – ebenso viele hat übrigens Wittmann auf dem Konto – nach Norisring I, Zolder II und Hockenheim II in der Meisterschaft weiter absetzt. Rast hält nun bei 206 Punkte, Müller folgt mit 169 auf Platz zwei, Wittmann mit 147 auf Platz drei. Auch Audi macht bei den Herstellern einen Satz. Mit 710 Punkten liegen die Ingolstädter klar vor BMW (426) und Aston Martin (44) auf dem ersten Platz.

René Rast nach seinem insgesamt 14. DTM-Sieg:
„Die Pole-Position war heute ganz klar der Schlüssel zum Erfolg. Meine Pace im Rennen war okay, aber nicht überragend. Trotzdem die maximale Punktzahl geholt zu haben und erstmals in diesem Jahr von der Pole gewonnen zu haben ist fantastisch.“

Bild: Audi / Michael Kunkel – Video: YouTube / DTM

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