Aus: Aston Martin verlässt DTM, Audi & BMW mit Notfallplan

Aus: Aston Martin verlässt DTM, Audi & BMW mit Notfallplan

Gut, so ganz überraschend ist das Aus nicht. Gerüchte gab es schon einige Zeit. Jetzt ist es Fakt: R-Motorsport und Aston Martin verlassen die DTM. Damit fehlen vier Autos, die BMW und Audi teilweise ausgleichen.

Bamm, die Nachricht ist nicht unerwartet, für die DTM trotzdem ein Schock. Aston Martin sagt der Rennserie nach nur einer Saison schon wieder Good Bye. Wobei: Eigentlich sagt nicht Aston Martin Good Bye, sondern Lizenznehmer R-Motorsport. Die Schweizer setzten in der DTM wiederum auf Hilfe von HWA. Das bekannte Unternehmen kümmerte sich um den Renneinsatz und stellte zudem die Motoren. Dummerweise waren sich R-Motorsport und HWA schon lange nicht mehr grün. Von „finanziellen Ungereimtheiten“ ist beim gemeinsamen Joint Venture Vynamic die Rede. Das Problem: R-Motorsport besitzt die Lizenz von Aston Martin, HWA wiederum die Boliden und Motoren.

R-Motorsport: BMW hätte wohl Motoren gestellt

Wobei die Motoren wohl das kleinste Problem waren. Wie zu hören ist, hätte 2020 BMW die nötigen Triebwerke geliefert. Nur war die Kühlung des Aston-Martin auf die HWA-Motoren ausgelegt. Ein Umbau wäre extrem umfangreich gewesen. Und das in nur 90 Tagen bis zum Beginn der neuen Saison bzw. in 50 Tagen bis zum ersten Test in Monza. Zumal ohne Zugriff auf die Boliden. Entsprechend ließ R-Motorsport letzten Freitag die Bombe platzen. Die Schweizer ziehen sich aus der DTM zurück und wechseln (laut Gerüchten) in die ADAC GT Masters.

R-Motorsport dürfte über das Aus dennoch nicht so böse sein. Zum einen war man 2019 mit nur 64 Punkten klares Schlusslicht hinter Audi (1.132) und BMW (550). Zweitens war speziell der HWA-Motor nicht gerade potent und obendrein kaum zuverlässig. Drittens schaffte es R-Motorsport nicht, Sponsoren anzulocken. Einzig Baldessarini (Parfüm) gewannen die Schweizer.

Audi & BMW mit Notfallplan, Berger in Japan

Die gute Nachricht: Audi und BMW könnten 2020 – sollte nicht besseres passieren – jeweils ihre Testträger an den Start rollen. Heißt: Audi setzt neun Renner ein, BMW sieben. Audi setzt wohl Jonathan Aberdein in das Cockpit, BMW wiederum Robert Kubica. Fix ist die Idee zwar noch nicht, so aber wächst das Feld auf immerhin 16 Autos. Mit Aston Martin waren es letztes Jahr 18. Allerdings folgt wieder ein Aber: Der Notfallplan wäre nur für 2020 eine Option. Für 2021 wäre DTM-Chef Gerhard Berger in der Pflicht. Audi ebenso wie BMW verlangen einen dritten Hersteller.

Dieser scheint gar nicht so abwegig. Berger ist zumindest recht optimistisch, einen weiteren Hersteller locken zu können. Und zwar schon für 2020. Der Plan ist simpel: ein Autotausch. Bei diesem würden Honda, Lexus (Toyota) und Nissan Boliden in der DTM stellen, Audi und BMW hingegen welche für die japanische Super GT. Beide Serien setzen bekanntlich auf das gleiche Class 1-Reglement. Schon beim 2019er DTM-Finale in Hockenheim nahmen am Samstag und Sonntag drei Super-GT teil – samt einem gewissen Jenson Button. Im November besuchte dann die DTM die Super-GT in Fuji. Seitens der Europäer bestand übrigens schon die letzten Jahre reges Interesse, einen Honda, Lexus oder Nissan privat in der DTM einzusetzen. Das aber wollten die Japaner nicht. In letzter Zeit soll Gerhard Berger jedenfalls verdächtig oft in Japan weilen. Sicher, um die drei Hersteller – oder zumindest einen – von der DTM zu überzeugen.

Update folgt…

Bild: R-Motorsport

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