Assen 2019 I: Wittmann rast im Regen zum dritten Saisonsieg

DTM Assen 2019 I: Wittmann rast im Regen zum dritten Saisonsieg

Erst die Pole, dann den Sieg: Marco Wittmann zeigte der Konkurrenz in Assen 2019 I den Auspuff. René Rast behält allerdings seine komfortable Führung in der Meisterschaft und verliert nur einen Punkt…

Bamm, BMW zeigte der Konkurrenz aus Ingolstadt, wo in Assen 2019 I der berühmte Hammer hängt. Nämlich in der BMW-Box. Dabei galt Audi nach dem ersten Training noch als großer Favorit. Dennoch: Die Pole holte sich Marco Wittmann. Damit feierte der BMW-Pilot in seinem 103. Rennen seine dritte Pole in der aktuellen Saison und seine 13. DTM-Pole insgesamt. Entsprechend liegt der Deutsche nun auf Platz sechs der Bestenliste. Zur Spitze – und zwar auf Rekord-Champ Bernd Schneider (18 Poles) – fehlt gar nicht viel.

Trotzdem: Für Audi sah es für das Rennen nicht schlecht aus. In punkto Top Speed legten die Ingolstädter mit 248 Sachen (Aberdein) vor. BMW kam hingegen „nur“ auf 244 km/h (van der Linde), Aston Martin gar nur auf 240 bis 242 km/h. Davon ab sagten die Wetterfrösche für das Rennen Regen voraus. Dabei war die DTM noch nie auf dem TT Circuit gefahren.

Assen 2019 I: Start hinter dem Safety Car

Wittmann ging jedenfalls von der Pole ins Rennen. Dahinter: Rast, Duval, Fittipaldi, Glock, Müller, van der Linde, Spengler, Eng und Eriksson. Für Rast als Tabellenführer sah es also ebenfalls gut aus, gingen seine größten Konkurrenten doch nur von P6 (Müller) und P9 (Eng) ins Rennen. Das fiel dann tatsächlich ins Wasser, weswegen der Start hinter dem Safety Car erfolgte. Zwei Runden später rollte dieses aber schon in die Box – um nur eine Runde später erneut auf die Strecke zu kommen. Juncadella ging der Motor aus, weswegen der Spanier seinen Aston Martin parken musste.

Kurz darauf gab es die erste Strafe. Spengler hatte van der Linde gedreht und durfte dafür einmal durch die Box cruisen. In Runde sieben kamen bereits die ersten an die Box. Konkret Green, Frijns – der wegen einer Reparatur ausgerechnet in Assen 2019 I von ganz hinten starten musste -, van der Linde, Dennis, Habsburg, di Resta sowie Spengler. Da es nach wie vor regnete, setzten alle auf Regenreifen.

Anfangs der 16. Runde kam schließlich Rast als Erster aus der Spitzengruppe in die Box. Zu der Zeit hatte übrigens auch der Tabellenführer schon eine Verwarnung kassiert. Wie Fittipaldi und Rockenfeller hatte Rast in Kurve eins abgekürzt und sich damit einen Vorteil verschafft. Eine Runde nach Rast kam Wittmann an die Box. Müller, Eng und Glock – nun die Top 3 – blieben hingegen draußen. Und tatsächlich, in der Boxengasse hörte es gut 20 Minuten vor Rennende auf zu regen.

DTM in Assen: Robin Frijns mit Dreher

Mittlerweile war zudem klar, dass das Rennen wegen dem Start hinter dem Safety Car zwei Runden länger geht. Frijns war das wohl egal: Der Niederländer krachte in Runde 22 nach einem Dreher rückwärts in die Reifenstapel und musste das Rennen aufgeben. Derweil war auch Eng in der Box, Glock folgte wenig später. Einzig Müller hatte als Führender noch nicht seinen Pflichtstopp in Assen 2019 I absolviert. In Runde 26 war es dann aber doch so weit: Der Schweizer holte sich frische Gummis ab.

Dank 42 Sekunden Vorsprung behielt der Audi-Pilot sogar die Führung, war jedoch auf kalten Reifen unterwegs. Wittmanns Schlappen waren hingegen warm, ruckzuck war der BMW an Müller dran – und vorbei. Kurz darauf fiel schon die Checkered Flagg: Wittmann gewann nach Hockenheim und Misano sein drittes Saisonrennen und sein 14. DTM-Rennen insgesamt. Als Zweiter querte Müller (Audi) die Ziellinie, als Dritter Rast (Audi). Ebenfalls in Assen 2019 I in den Top 10: Eng (BMW), Glock (BMW), Aberdein (Audi), Green (Audi), Duval (Audi), Rockenfeller (Audi) und van der Linde (BMW).

Assen 2019 I: Rast weiterhin auf Titelkurs

In der Meisterschaft behält Rast die Führung, selbst wenn der BMW-Pilot einen Punkt einbüßte. Dennoch: Mit nun 145 Zählern liegt Rast bequem in Führung und ist nach dem neunten von 18 Rennen „Halbzeit-Meister“. Müller auf Platz zwei kommt auf 121 Punkte, Eng als Dritter auf 111 Punkte. Wittmann verbessert sich auf Platz vier und hat nun 100 Zähler auf seinem Konto. Auch bei den Herstellern sieht es gut für Audi aus. Die Ingolstädter kommen nach Assen 2019 I auf 508 Punkte. BMW hingegen nur auf 338 Zähler, Aston Martin auf 27.

Schlusswort Marco Wittmann:
„Nach dem schwierigen Wochenende am Norisring so zurückzukommen, die Pole Position und den Sieg zu holen, das ist einfach grandios. Die Bedingungen waren alles andere als einfach. Es gab viele Fragezeichen, wie das Set-up und das Auto im Nassen funktionieren. Aber es hat alles sehr gut gepasst. Ich hatte immer mal wieder etwas Druck von den beiden Audis, aber am Ende konnte ich mir einen doch recht komfortablen Vorsprung rausfahren. Dieser Sieg ist einfach großartig.“

Bild: BMW – Video: YouTube / DTM

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